Das Rotbein-Syndrom bei Amphibien

Rotbein-Syndrom bei Amphibien

Das “Rotbein-Syndrom” ist eine weit verbreitete Infektion bei Fröschen, Kröten und Salamandern. Es ist an der Rötung der Unterseite der Beine und des Bauches der Amphibien zu erkennen und wird im Allgemeinen durch Aeromonas hydrophila, einen opportunistischen bakteriellen Erreger, verursacht. Allerdings können auch Viren und Pilze ähnliche Rötungen verursachen. Unterernährte, neu erworbene Amphibien, die in schlechter Wasserqualität oder unter anderen ungünstigen Umweltbedingungen gehalten werden, sind besonders anfällig für das “Rotbein-Syndrom”.

Symptome

Die Rötung der Beine und des Bauches der Amphibien ist auf die Erweiterung (oder Dehnung) der Kapillaren unter ihrer Haut zurückzuführen. Die Amphibie kann sogar beginnen, aus den Skelettmuskeln, der Zunge oder dem “dritten Augenlid” zu bluten, einer schützenden Hautfalte unter den Augen der Amphibien. Weitere Symptome, die beobachtet werden können, sind:

  • Anämie
  • Lethargie
  • Extremer Gewichtsverlust
  • Offene Wunden auf der Haut, der Nase und den Zehen, die nicht abheilen
  • Aszitis (Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöhle)

Verursacht

Das Bakterium Aeromonas hydrophila, das in der Regel die Ursache für das “Rotbein-Syndrom” ist, kommt in verunreinigten Lebensmitteln oder Wasser vor und kann auch über die Luft übertragen werden.

Diagnose

Ihr Tierarzt wird nach Anzeichen einer weit verbreiteten Infektion suchen, zu denen Entzündungen oder abgestorbene Zellen in Leber, Milz und anderen Bauchorganen gehören können. In der Regel werden auch Blut- oder Körperflüssigkeitstests durchgeführt, um das Vorhandensein des infektionsauslösenden Organismus nachzuweisen.

Behandlung

Die Behandlung des “Rotbein-Syndroms” hängt von der zugrunde liegenden Ursache der Krankheit ab. Wird die Krankheit beispielsweise durch das Bakterium Aeromonas hydrophila verursacht, wird Ihr Tierarzt der Amphibie Antibiotika verschreiben. Befolgen Sie die Richtlinien Ihres Tierarztes, um optimale Ergebnisse zu erzielen.

Leben und Management

Um den Ausbruch dieser Krankheit zu vermeiden, ist es notwendig, rechtzeitig tierärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Wenn ein Tier erkrankt, muss es von den anderen Amphibien im Haus isoliert und sofort tierärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Vorbeugung

Die Aufrechterhaltung eines sauberen, hygienischen Lebensraums für die Amphibien ist ein wichtiger Beitrag zur Vorbeugung des Rotbein-Syndroms. Daher sollten die Becken regelmäßig gereinigt werden, um die Ansammlung von organischem Material zu verhindern.

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