Zurückgebliebene Nachgeburt bei Hunden

Eine zurückgebliebene Plazenta oder eine zurückgebliebene Nachgeburt tritt auf, wenn die Plazenta (der Sack, der den ungeborenen Welpen umgibt) nicht zusammen mit dem Welpen aus der Gebärmutter der Mutter ausgeschieden wird.

Symptome und Arten

  • Grüner, anhaltender Ausfluss aus der Vulva
  • Fieber (in einigen Fällen)
  • Systemische Erkrankung (in einigen Fällen)

Ursachen

Die Plazenta verbleibt in der Gebärmutter und wird nicht mit oder kurz nach der Geburt des Welpen ausgestoßen.

Diagnose

Die Anamnese einer kürzlich erfolgten Geburt und die körperliche Untersuchung, bei der ein grüner Ausfluss aus der Vulva festgestellt wird, sprechen für die Diagnose einer zurückgebliebenen Plazenta. Ihr Tierarzt kann eine routinemäßige Blutuntersuchung empfehlen, wobei die Ergebnisse normal sein können. Eine Vaginalzytologie kann ebenfalls empfohlen werden. Möglicherweise muss Ihr Tierarzt Röntgenbilder anfertigen und/oder eine Ultraschalluntersuchung der Gebärmutter durchführen. In einigen Fällen kann eine explorative Operation erforderlich sein.

Behandlung

Mit Oxytocin kann versucht werden, die zurückgebliebene Plazenta zu lösen, und vor der Oxytocin-Injektion kann Kalziumglukonat verabreicht werden. Bleibt die medikamentöse Behandlung mit Oxytocin erfolglos, kann ein chirurgischer Eingriff zur Entfernung der zurückgebliebenen Plazenta aus der Gebärmutter erforderlich sein. Eine Ovariohysterektomie (Kastration) kann empfohlen werden, wenn Ihre Hündin nicht wieder gedeckt werden soll.

Eine akute Metritis (Gebärmutterentzündung) kann sich entwickeln, wenn die Plazenta nicht abgeht/entfernt wird, und muss möglicherweise ebenfalls behandelt werden.

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