Wie Therapiehunde die emotionale Gesundheit von Krankenhauspatienten verbessern können

Wie Therapiehunde die emotionale Gesundheit von Krankenhauspatienten verbessern können

Hunde bringen unermessliche Freude in unser Leben. Sie können uns den Tag verschönern, wenn wir niedergeschlagen sind, uns zu mehr Bewegung anregen und uns sogar helfen, sozialer zu werden.

Abgesehen von ihrer Rolle als Haustiere können Hunde auch als Therapiehunde eingesetzt werden. Nach der Definition der Alliance of Therapy Dogs bieten Therapiehunde “psychologische oder physiologische Therapie für andere Personen als ihre Führer”.

Was tun Therapiehunde?

Einfach ausgedrückt, können Therapiehunde das emotionale Wohlbefinden und die körperliche Gesundheit einer Person verbessern. Es ist wichtig zu wissen, dass sich Therapiehunde von Diensthunden unterscheiden, die für eine bestimmte Aufgabe ausgebildet sind, z. B. für die Feststellung eines niedrigen Blutzuckerspiegels bei einer Person mit einer Behinderung.

Therapiehunde werden an verschiedenen Orten eingesetzt, z. B. in Krankenhäusern, Pflegeheimen und Schulen. Sie bieten u. a. folgende Unterstützung an

Besuche bei Patienten im Krankenhaus

Teilnahme an der Physiotherapie eines Patienten

Unterstützung von Studenten bei der Stressbewältigung während der Abschlussprüfungen

emotionale Unterstützung für ein Kind, das Probleme mit dem lauten Lesen hat

Therapiehunde können den Menschen zahlreiche körperliche und emotionale Vorteile bieten. Zu den körperlichen Vorteilen gehören die Senkung des Blutdrucks und der allgemeinen Schmerzen sowie die Verbesserung der kardiovaskulären Gesundheit. Zu den emotionalen Vorteilen gehören die Verringerung von Ängsten und Einsamkeit, eine bessere Sozialisierung und die Verringerung von Depressionen.

Therapiehunde in Krankenhäusern

Viele Menschen stellen sich unter einem Therapiehund einen freundlichen Hund vor, der von Zimmer zu Zimmer geht und die Patienten im Krankenhaus aufmuntert. Therapiehunde, die in Krankenhäusern eingesetzt werden, bieten die so genannte tiergestützte Therapie (AAT). AAT beschreibt allgemein den Einsatz von Hunden oder anderen Tieren, um Patienten bei der Genesung oder beim Umgang mit ihren gesundheitlichen Problemen zu helfen.

Beispiele für Patienten, die von AAT profitieren können, sind:

Patienten mit Krebs

Patienten in Langzeitpflegeeinrichtungen

Patienten mit chronischen Krankheiten

Wissenschaftliche Belege für die Hilfe von Therapiehunden für Patienten

Mehrere Studien haben über die Vorteile von AAT berichtet. In einer in PLoS ONE veröffentlichten Studie untersuchten Forscher den emotionalen und körperlichen Nutzen von AAT für pädiatrische Onkologiepatienten.

Die Diagnose und Behandlung von Kinderkrebs kann für die Kinder eine enorme emotionale und körperliche Belastung darstellen und das Risiko erhöhen, später im Leben psychische Erkrankungen zu entwickeln. Auch die Betreuer eines kranken Kindes leiden oft darunter.

Mit AAT erlebten die Patienten in dieser Studie viele emotionale Vorteile, darunter weniger Stress und Angst, eine bessere Lebensqualität, eine bessere Stimmung und eine Verbesserung der depressiven Symptome. Auch die Betreuer der Kinder litten weniger unter Ängsten und Stress mit AAT.

AAT verbessert nachweislich auch das Leben von Krankenhauspatienten mit Herzinsuffizienz. Diese Patienten können einer Reihe von emotionalen und körperlichen Belastungen ausgesetzt sein, wie eine im American Journal of Critical Care veröffentlichte Studie zeigt.

In dieser Studie analysierten die Forscher die körperlichen und emotionalen Veränderungen bei Patienten mit Herzinsuffizienz nach kurzen Besuchen bei Therapiehunden. Sie stellten fest, dass die Angstwerte bei den Patienten, die mit Therapiehunden interagierten, niedriger waren als bei denjenigen, die dies nicht taten.

Der in diesen und anderen Studien nachgewiesene emotionale Nutzen zeigt, dass Therapiehunde häufig als emotionale Therapiehunde für Krankenhauspatienten eingesetzt werden können.

Trotz dieser wissenschaftlichen Belege dafür, dass Therapiehunde das emotionale Wohlbefinden von Krankenhauspatienten verbessern können, stellt sich die Frage, wie gut Therapiehunde von Patienten und Krankenhauspersonal akzeptiert werden. Eine Studie, die im Western Journal of Emergency Medicine veröffentlicht wurde, untersuchte die Akzeptanz von Therapiehunden in der Notaufnahme durch das Personal und die Patienten. Die Forscher der Studie fanden heraus, dass die meisten Patienten und Mitarbeiter die Therapiehunde akzeptierten, wobei über 90 Prozent der Meinung waren, dass Therapiehunde die Notaufnahmen besuchen sollten. Weniger als fünf Prozent waren der Meinung, dass Therapiehunde eine Gefahr für die Patienten darstellen.

Stellen Therapiehunde in Krankenhäusern ein Gesundheitsrisiko dar?

Um zu verhindern, dass sich Patienten im Krankenhaus anstecken, gelten in Krankenhäusern strenge Hygiene- und Sauberkeitsvorschriften. Es besteht die begründete Sorge, dass Therapiehunde diese Standards gefährden könnten, insbesondere wenn die Hunde selbst nicht völlig gesund sind.

Um diesem potenziellen Nachteil zu begegnen, werden Therapiehunde vor dem Besuch von Krankenhäusern gründlichen Gesundheitschecks unterzogen, um sicherzustellen, dass sie gesund sind. Therapy Dogs International (TDI), eine bekannte Therapiehundeorganisation, verlangt beispielsweise, dass die Hunde die folgenden Gesundheitsanforderungen erfüllen, bevor sie von ihrer Organisation registriert werden:

Jährliche tierärztliche Gesundheitsuntersuchung innerhalb des letzten Jahres

Obligatorische 1-, 2- oder 3-Jahres-Tollwutimpfung, die von einem Tierarzt verabreicht wird

Erste Impfungen gegen Staupe, Hepatitis und Parvovirose

Negative Kotuntersuchung innerhalb des letzten Jahres

Negativer Herzwurmtest innerhalb des letzten Jahres (wenn er keine kontinuierliche Herzwurmprophylaxe erhält) bzw. innerhalb von zwei Jahren (wenn er kontinuierlich Herzwurmmittel für Hunde erhält)

Was braucht man, um ein Therapiehund zu werden?

Krankenhäuser wollen keine Therapiehunde, die die Sicherheit der Patienten gefährden könnten (z. B. wenn sie aggressiv oder spritzig sind). Daher werden potenzielle Therapiehunde einem Wesenstest unterzogen, um festzustellen, ob sie die richtige Veranlagung für die Arbeit im Krankenhaus haben. Die richtige Veranlagung umfasst Folgendes:

Unempfindlich gegenüber Geräuschen

Vertraut mit allen Arten von Menschen, insbesondere mit Fremden

Mehrere Organisationen, wie TDI und die Alliance of Therapy Dogs, arbeiten mit Hunden, die das Potenzial zum Therapiehund haben. Diese Hunde durchlaufen eine intensive Therapiehundeausbildung. Wenn sie die Therapiehundeausbildung erfolgreich abschließen, werden sie offiziell als Therapiehunde zertifiziert und registriert.

Therapiehunde können im Leben von Krankenhauspatienten wahre Wunder bewirken. Wenn sie richtig ausgebildet und geprüft sind, bieten diese Hunde den Krankenhauspatienten einen immensen emotionalen Nutzen, der es ihnen ermöglicht, sich selbst besser zu fühlen und ihre gesundheitlichen Probleme besser zu bewältigen.

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