West Highland White Terrier oder Westie

Der West Highland Terrier oder “Westie” ist bekannt für sein freundliches, willensstarkes Wesen und sein auffallend helles weißes Fell. Er ist ein echter Terrier mit viel Mut, Selbstvertrauen, Entschlossenheit und Loyalität in einem winzigen Körper.

Physische Merkmale

Der kurze, kleine und kompakte Körper des Westie ermöglicht es ihm, in enge Gänge wie die Höhlen von Füchsen zu passen. An solchen Orten ist es dem Hund unmöglich, sich umzudrehen, obwohl seine kurzen Beine es ihm erlauben, sich zu bewegen. Seine scharfen Zähne und starken Kiefer helfen ihm, Füchse in geschlossenen Räumen anzugreifen. Das zähe, doppelte Fell des Westie, insbesondere das gerade und harte Deckhaar am Kopf, kann ihn vor den Zähnen seiner Gegner schützen, während seine lange Rute dazu beiträgt, dass er leicht aus Löchern gezogen werden kann.

Persönlichkeit und Temperament

Der West Highland White Terrier liebt den täglichen Auslauf an einem sicheren Ort oder einen Spaziergang an der Leine und spielt gerne im Haus. Dieser unabhängige Hund mit einer starrköpfigen Ader neigt dazu, zu graben und lautstark zu sein. Der fröhliche und wissbegierige West Highland White Terrier ist immer beschäftigt und in irgendetwas verwickelt. Gleichzeitig gehört er zu den freundlichsten und anhänglichsten Terriern, kann aber auch anspruchsvoll sein. Mit Kleintieren verhält er sich nicht gerade freundschaftlich.

Der Westie sollte bei jedem Wetter, außer bei sehr mildem, drinnen schlafen dürfen. Das drahtige Fell dieses Terriers muss gelegentlich wöchentlich gekämmt und einmal alle drei Monate in Form gebracht werden. Das Scheren wird für die Formung von Haustieren bevorzugt, und das Abisolieren ist für Ausstellungshunde gedacht. Es ist nicht einfach, die Farbe des Fells in allen Bereichen weiß zu halten.

Obwohl der Westie die freie Natur liebt, kann er auch ein richtiger Haushund werden, wenn er regelmäßig Bewegung im Freien bekommt. Ein mäßiger oder kurzer Spaziergang an der Leine oder ein gutes Spiel im Freien jeden Tag kann den Bewegungsbedarf des Hundes decken.

Gesundheit

Die Hunderasse Westie, die eine durchschnittliche Lebenserwartung von 12 bis 14 Jahren hat, kann für kleinere Gesundheitsprobleme wie Keratoconjunctivitis Sicca (KCS), Kupfertoxikose, Patellaluxation und Katarakt sowie für größere Probleme wie Morbus Legg-Perthes, Craniomandibuläre Osteopathie (CMO), Globoidzell-Leukodystrophie und Hauterkrankungen anfällig sein. Auch Taubheit kommt bei dieser Rasse gelegentlich vor. Um einige dieser Probleme zu erkennen, kann ein Tierarzt Hüft-, Knie- und Augentests für den Hund empfehlen.

Geschichte und Hintergrund

Der West Highland White Terrier und andere schottische Terrier haben ähnliche Wurzeln, und der West Highland White Terrier ist ein sehr guter Jäger von Füchsen, Ungeziefer und Dachsen. Es gab eine Zeit, in der die Skye-, Cairn-, Scottish- und Westie-Terrier als eine einzige Rasse mit einer gewissen Vielfalt angesehen wurden. Durch selektive Züchtung anhand von Eigenschaften wie Fellfarbe ode r-typ wurden möglicherweise unterschiedliche Varietäten entwickelt, die in verschiedenen Gebieten des schottischen Festlands und einiger westlicher Inseln isoliert gehalten werden konnten.

1907 wurde der West Highland White Terrier zum ersten Mal als Poltalloch Terrier bekannt, der bei Col. E.D. Malcolm lebte, der in der Vergangenheit kurzbeinige weiße Terrier gezüchtet hatte. Im Laufe der Jahre wurden dieser Rasse verschiedene Namen wie Cairn, Roseneath, Poltalloch, Little Skye und White Scottish gegeben.

Im Jahr 1908 registrierte der American Kennel Club die Rasse zum ersten Mal als Roseneath Terrier, aber 1909 wurde der Name in West Highland White Terrier geändert. Die Hunderasse Westie hat sich seitdem als beliebter Haushund und als Turnierhund etabliert.

LESEN SIE MEHR: