Weichteilkrebs (Rhabdomyosarkom) bei Hunden

Rhabdomyosarkome sind bösartige, aggressive, leicht metastasierende (streuende) Tumore. Sie entstehen bei erwachsenen Hunden aus quergestreiften Muskeln (gebänderte – nicht glatte – Muskeln der Skelett- und Herzmuskulatur) und bei jungen Hunden aus embryonalen Stammzellen. Diese Tumore finden sich häufig im Kehlkopf, in der Zunge und im Herzen. Aggressive und weit verbreitete Metastasierung kann in der Lunge, der Leber, der Milz, den Nieren und den Nebennieren auftreten.

Die in diesem medizinischen Artikel beschriebene Erkrankung kann sowohl Hunde als auch Katzen betreffen. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie sich diese Krankheit auf Katzen auswirkt, besuchen Sie bitte diese Seite in der PetMD-Bibliothek für Haustiergesundheit.

Symptome und Arten

  • Große, diffuse, weiche Gewebemasse, im Allgemeinen im Skelettmuskel
  • Kann sich in den primären Muskel ausbreiten (Bildung mehrerer Knötchen)
  • Befindet sich der Tumor im Herzen, kann es Anzeichen für eine rechtsseitige Herzinsuffizienz geben.

Ursachen

  • Idiopathisch (unbekannt)

Diagnose

Ihr Tierarzt wird eine vollständige körperliche Untersuchung durchführen, einschließlich eines chemischen Blutprofils, eines vollständigen Blutbildes, einer Urinanalyse und eines Elektrolytbildes. Sie müssen eine gründliche Anamnese über den Gesundheitszustand Ihres Hundes bis zum Auftreten der Symptome erheben. Während eine zytologische (mikroskopische) Untersuchung einer Feinnadelaspiratprobe Krebs aufzeigen kann, kann eine endgültige Diagnose nur durch eine chirurgische Biopsie (Gewebeprobe) gestellt werden.

Behandlung

Die chirurgische Entfernung der Tumore oder Knoten sollte erfolgen, wenn eine Heilung angestrebt wird, aber aufgrund der invasiven und expansiven Natur dieses Tumors kann er möglicherweise nicht durch eine Operation entfernt werden. Ist hauptsächlich eine Gliedmaße betroffen, sollte die Amputation der betroffenen Gliedmaße in Betracht gezogen werden. Eine Strahlentherapie kann hilfreich sein, insbesondere wenn der Tumor nicht vollständig entfernt werden konnte.

Leben und Behandlung

Ihr Tierarzt wird in den ersten drei Monaten nach der Erstbehandlung einmal im Monat einen Kontrolltermin ansetzen. Weitere Termine können dann alle drei bis sechs Monate vereinbart werden. Wenn Ihr Hund zur Entfernung eines Tumors operiert wird, müssen Sie die Operationsstelle bis zur vollständigen Abheilung täglich genau beobachten. Ihr Arzt wird Sie in die richtigen Reinigungs- und Verbandstechniken für die genähte Stelle einweisen. Sie müssen sich sofort mit Ihrem Tierarzt in Verbindung setzen, wenn Sie Nässen, Ausfluss, Schwellungen oder Rötungen an der Operationsstelle feststellen. Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich sofort an Ihren Tierarzt.

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