Wehenstillstand und Geburtsprobleme bei Hunden

Geburtsstillstand und Geburtsprobleme bei Hunden

Uterusträgheit ist ein Zustand, bei dem die trächtige Hündin nicht in der Lage ist, ihre Föten zur Welt zu bringen, weil die Gebärmuttermuskulatur nicht in der Lage ist, sich zusammenzuziehen und die Welpen aus der Gebärmutter auszutreiben.

Symptome und Arten

Das Hauptsymptom ist die Unfähigkeit, den Geburtsvorgang (die Geburt) am Ende der normalen Trächtigkeit einzuleiten. Oft ist die Patientin hellwach und scheint nicht in Bedrängnis zu sein. In einigen Fällen kann die Hündin ein oder zwei Föten normal zur Welt bringen, wonach die Wehen aufhören, obwohl sich noch weitere Föten in der Gebärmutter befinden.

Ursachen

  • Die Gebärmuttermuskeln reagieren nicht normal auf die hormonellen Signale des Körpers
  • Hormonelle Ungleichgewichte
  • Fettleibigkeit
  • Bewegungsmangel
  • Verstopfung des Fortpflanzungstrakts (d. h. des Vaginalkanals)
  • Übergroße Welpen
  • Fehlerhafte Positionierung des Fötus im Fortpflanzungstrakt

Diagnose

Wenn Ihre Hündin den Geburtstermin überschritten hat oder zwar einige, aber nicht alle Welpen zur Welt gebracht hat und die Wehen scheinbar vollständig zum Stillstand gekommen sind, müssen Sie einen Tierarzt aufsuchen, bevor sich die Lage verschlechtert. Ihr Tierarzt wird den allgemeinen Gesundheitszustand Ihrer Hündin und ihre Vorgeschichte bei der Geburt berücksichtigen.

Bei der ersten körperlichen Untersuchung wird die geistige und körperliche Gesundheit Ihrer Hündin beurteilt und sie in einen ruhigen Raum gebracht, in der Hoffnung, die Wehen wieder in Gang zu bringen, damit sie normal verlaufen können. Die Rektaltemperatur wird gemessen, um festzustellen, in welchem Stadium der Geburt sie sich befindet. Bei Tieren, die kurz vor der Geburt stehen, aber noch keine Anzeichen für das Einsetzen der Wehen zeigen, sinkt die Rektaltemperatur unter den Normalwert. Wenn diese Anzeichen vorhanden sind, wird dies als Indikator für den Beginn der Wehen gewertet. Zu den Routinelaboruntersuchungen gehören ein vollständiges Blutbild, ein biochemisches Profil, Elektrolyte und eine Urinanalyse.

Bei Patientinnen mit primärer Gebärmutterträgheit sind die Ergebnisse dieser Untersuchungen häufig normal. Bei einigen Tieren kann das biochemische Profil jedoch abnorm niedrige Kalzium- und Blutzuckerwerte aufweisen. Kalzium ist für die ordnungsgemäße Kontraktion der Muskeln, einschließlich der Gebärmuttermuskulatur, unerlässlich. Wenn das Blut einen niedrigen Kalziumspiegel aufweist, ist dies ein Hinweis darauf, in welche Richtung die Behandlung gehen muss.

Wenn es die Zeit und die Mittel erlauben, wird Ihr Tierarzt die Blutprobe auf den Hormonspiegel, insbesondere den Progesteronspiegel, untersuchen lassen. Bleibt der Progesteronspiegel im Serum niedrig, hilft dieser Befund bei der Diagnosestellung. Ihr Tierarzt wird auch Röntgenaufnahmen des Bauches und/oder eine Ultraschalluntersuchung durchführen, um die Anzahl und die Lage der Föten zu beurteilen und ihre Herzfrequenz zu überprüfen. Je nach den Ergebnissen der Untersuchung kann Ihr Tierarzt weheneinleitende Medikamente einsetzen oder einen Kaiserschnitt zur Entfernung der Welpen vornehmen.

Behandlung

Auf der Grundlage der vorläufigen Diagnose werden Medikamente verabreicht, die die Kontraktion der Gebärmuttermuskulatur fördern. Häufig sind wiederholte Injektionen erforderlich, wobei die Fortschritte der Mutter ständig überwacht werden. Intravenöse Flüssigkeitszufuhr kann ebenfalls eine Möglichkeit sein, Ihrer Hündin Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel zu verabreichen und sie gleichzeitig hydriert zu halten.

Normale Kalzium- und Glukosespiegel sind für normale Kontraktionen der Gebärmuttermuskulatur erforderlich. Wenn Ihr Hund einen niedrigen Kalzium- oder Glukosespiegel aufweist, wird eine intravenöse Therapie eingeleitet. Leider sprechen nicht alle Hunde auf die medizinische Behandlung an. In diesen Fällen wird ein sofortiger Kaiserschnitt durchgeführt, um fötalen Stress und den Tod der Welpen und der Mutter zu vermeiden.

Leben und Management

Ihr Hund braucht in der Zeit kurz vor dem Geburtstermin sowie während und nach der Geburt ausreichend Ruhe in einer stressfreien Umgebung. Die Gesamtprognose ist sowohl für das Muttertier als auch für die Welpen im Allgemeinen günstig, wenn unverzüglich medizinische Hilfe oder eine chirurgische Behandlung erfolgt.

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