Vergiftungen durch Schnecken und Schneckenköder bei Hunden

Vergiftungen durch Schnecken und Schneckenköder bei Hunden

Metaldehyd – ein Bestandteil von Schnecken- und Schneckenködern und manchmal auch von festen Brennstoffen für Campingkocher – ist für Hunde giftig und beeinträchtigt in erster Linie ihr Nervensystem. Diese Art der Vergiftung tritt häufig in Küstengebieten und tief gelegenen Gebieten auf, wo die Verwendung von Schneckenködern üblich ist. Und obwohl Metaldehyd-Vergiftungen sowohl bei Hunden als auch bei Katzen auftreten können, sind sie bei Hunden häufiger zu beobachten.

Symptome und Arten

  • Angstzustände
  • Übermäßiges Hecheln
  • Übermäßiges Sabbern (Ptyalismus)
  • Unkoordinierter Gang
  • Zittern der Muskeln
  • Erhöhte Empfindlichkeit gegenüber Licht, Berührung und/oder Geräuschen
  • Erhöhte Atmung (Hyperpnoe)

Ursachen

Diagnose

Sie müssen Ihrem Tierarzt eine gründliche Anamnese des Gesundheitszustands Ihres Hundes, einschließlich des Auftretens und der Art der Symptome, vorlegen. Die Fragen können sich speziell auf die Exposition gegenüber Schneckenködern oder anderen Metaldehydquellen beziehen. Der Tierarzt führt dann eine vollständige körperliche Untersuchung sowie ein biochemisches Profil, eine Urinanalyse und ein komplettes Blutbild durch, wobei die Ergebnisse unterschiedlich ausfallen können. Eine endgültige Diagnose wird in der Regel durch den Nachweis von Metaldehyd in Körperflüssigkeiten (z. B. Erbrochenem, Mageninhalt und Urin) gestellt.

Behandlung

Ein Hund, der an einer Metaldehydvergiftung leidet, ist ein Notfall, der eine sofortige Einweisung und Behandlung im Krankenhaus erfordert. Leider gibt es kein Gegengift. Die einzige Möglichkeit der Behandlung besteht darin, das Metaldehyd aus dem Körper des Hundes zu entfernen. Ihr Tierarzt wird den Magen des Hundes auspumpen und, wenn er nicht krampft, Aktivkohle verabreichen, um das Gift im Magen und Darm zu absorbieren. Der Hund wird angeleint, um Verletzungen zu vermeiden. Häufig ist auch eine Flüssigkeitszufuhr erforderlich, um den Hund zu rehydrieren.

Leben und Management

Es ist wichtig, einen Hund, der krampft oder erbricht, nicht zu füttern. Die Gesamtprognose hängt letztlich von der Menge des aufgenommenen Metaldehyds, der Zeit bis zur Behandlung und der Qualität der Versorgung ab. Unbehandelt kann ein Hund jedoch innerhalb weniger Stunden nach der Einnahme sterben. Achten Sie bei Ihrem Hund auf Erbrechen und andere Symptome und rufen Sie sofort Ihren Tierarzt an.

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