Verengung des Pyloruskanals bei Hunden

Verengung des Pyloruskanals bei Hunden

Bei der chronischen hypertrophen Pylorusgastropathie oder Pylorusstenose handelt es sich um eine Verengung des Pyloruskanals, die auf ein Überwachsen der Muskeln in diesem Bereich zurückzuführen ist. Dieser Bereich des Magens ist mit dem ersten Teil des Dünndarms, dem Zwölffingerdarm, verbunden. Die genaue Ursache der Krankheit ist noch nicht bekannt, aber es wurde festgestellt, dass sie entweder angeboren (bei der Geburt vorhanden) oder später im Leben erworben ist.

Fälle von angeborener hypertropher Pylorusstenose treten häufig bei Boxern, Boston Terriern und Bulldoggen auf. Die erworbene Krankheit tritt dagegen häufiger bei Lhasa Apso, Shih Tzu, Pekingese und Pudel auf. Rüden sind außerdem anfälliger für diese Krankheit als Hündinnen.

Symptome und Typen

Die Schwere der Symptome steht in direktem Zusammenhang mit dem Ausmaß der Verengung des Pyloruskanals; dazu gehören chronisches, intermittierendes Erbrechen (oft mehrere Stunden nach dem Essen), Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust. Das Erbrechen kann unverdaute oder nur teilweise verdaute Nahrung enthalten und beruhigt sich nicht durch die Gabe von Medikamenten.

Ursachen

Die genaue Ursache für die chronisch hypertrophe Pylorusgastropathie ist noch nicht bekannt, man geht jedoch davon aus, dass sie entweder angeboren (bei der Geburt vorhanden) oder später im Leben erworben ist. Zu den Risikofaktoren, die eine Rolle bei der Beeinflussung des Krankheitsprozesses spielen können, gehören:

  • Tumore
  • Chronischer Stress
  • Magengeschwüre
  • Chronischer Anstieg des Gastrinspiegels (Hormon, das die Sekretion von HCL im Magen anregt)

Diagnose

Der Tierarzt Ihres Hundes wird eine ausführliche Anamnese erheben und eine vollständige körperliche Untersuchung sowie Labortests bei dem Tier durchführen. Die Ergebnisse der Routinelabortests, einschließlich eines vollständigen Blutbildes, eines biochemischen Profils und einer Urinanalyse, können je nach der zugrunde liegenden Ursache unterschiedlich ausfallen. Bei Hunden mit schweren Geschwüren kann zum Beispiel eine Anämie vorliegen. Röntgenaufnahmen können dagegen einen aufgeblähten Magen aufgrund einer Verengung des Pyloruskanals zeigen. Um genauere Ergebnisse zu erhalten, kann Ihr Tierarzt eine gastrointestinale Bariumkontrastuntersuchung durchführen, bei der Bariumsulfat oral verabreicht wird, um die Lage und das Ausmaß der Verengung auf Röntgenbildern sichtbar zu machen.

Manchmal wird auch eine andere Technik, die Fluoroskopie, eingesetzt. Bei diesem bildgebenden Verfahren werden mit Hilfe eines Fluoroskops bewegte Echtzeitbilder der inneren Strukturen des Hundes aufgenommen. Zur detaillierten Untersuchung kann der Tierarzt auch eine Endoskopie durchführen, bei der er mit einem Endoskop, einem starren oder flexiblen Schlauch, der in den Magen und den Zwölffingerdarm eingeführt wird, direkt in den Magen und den Zwölffingerdarm blickt, um die Region visuell zu untersuchen und Bilder zu machen. Auch eine abdominale Ultraschalluntersuchung kann helfen, die Verengung des Pyloruskanals zu erkennen.

Behandlung

Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad des Problems. Nach der Diagnosestellung wird Ihr Tierarzt über die Behandlung entscheiden, gegebenenfalls auch über eine Operation. In den meisten Fällen wird die Verengung des Pyloruskanals durch eine Operation behoben. Eine Flüssigkeitstherapie wird eingesetzt, um ein dehydriertes Tier aufgrund von chronischem Erbrechen zu stabilisieren.

Leben und Management

Die richtige Ernährung (hochverdauliche, fettarme Diät) und die Einschränkung der Aktivität werden vom Tierarzt angeordnet, insbesondere wenn der Hund operiert wurde. Sollte es zu einem Wiederauftreten des Defekts kommen, ist ein aggressiverer chirurgischer Eingriff erforderlich.

Die Gesamtprognose nach der Operation ist ausgezeichnet und die meisten Tiere sprechen gut darauf an. Im Falle einer Neoplasie ist die Prognose jedoch nicht gut.

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