Staffordshire Bull Terrier

Der “Staffie” wird manchmal mit seinem Cousin, dem Pit Bull, verwechselt und ist in Großbritannien sehr beliebt, wo der Besitz der letzteren Rasse kontrolliert wird. Er ist ein phänomenal starker, kräftiger Hund für seine Größe, der scheinbar nur aus Muskeln besteht. Er gilt jedoch als eine liebevolle Rasse.

Physische Merkmale

Der Stafford hat einen wendigen und kräftigen Gang und ein kurzes, dichtes und glattes Fell. Sein Körper ist lang im Verhältnis zu seiner Größe und breit genug, um ihm einen festen Stand und einen niedrigen Schwerpunkt zu verleihen. Die geringe Größe des Hundes und seine kräftige Muskulatur verleihen ihm große Kraft und Stärke. Sein Kopf hingegen ist ausgesprochen breit.

Persönlichkeit und Temperament

Der Stafford wird in Großbritannien als “nanny dog” (Kindermädchenhund) bezeichnet, da er sich als fähiges Kindermädchen für Kinder eignet. Der lebensfrohe Staffordshire Bull Terrier liebt es auch, mit Freunden und Familie zu spielen. Obwohl die meisten von ihnen sanftmütig und gutmütig im Umgang mit Kindern sind, können einige auch ungestüm werden.

Darüber hinaus ist der Staffordshire Bull Terrier ein gutmütiger, freundlicher und verspielter Begleiter, der auf jedes Kommando seines Herrchens reagiert. Er sehnt sich nach menschlicher Gesellschaft und ist Fremden gegenüber freundlich gesinnt. Er ist mutig, hartnäckig und willensstark, sucht aber normalerweise keinen Streit. Der Staffordshire Bull Terrier mag es jedoch nicht, von Haushunden oder fremden Hunden herausgefordert zu werden.

Bei mildem Wetter kann der Stafford im Freien leben, aber die Kälte kann ihm zu schaffen machen. Da er sich nach menschlichem Kontakt und Gesellschaft sehnt, eignet er sich besser als Haustier für drinnen. Für diese Rasse ist nur eine minimale Fellpflege erforderlich, um sie in einem gepflegten Zustand zu halten.

Da er eine sportliche Rasse ist, muss er täglich an der Leine spazieren gehen. Er liebt den Auslauf in einem sicheren Bereich oder ein gutes Spiel im Freien. Beachten Sie, dass die meisten Staffords keine guten Schwimmer sind.

Gesundheit

Der Staffordshire Bull Terrier, der eine durchschnittliche Lebenserwartung von 12 bis 14 Jahren hat, ist anfällig für schwerwiegende gesundheitliche Probleme wie Hüftgelenksdysplasie (CHD) und gelegentlich Katarakt. Allerdings verursacht die CHD nur selten andere Symptome oder Probleme. Um diese Probleme zu erkennen, kann ein Tierarzt regelmäßige Hüft- und Augenuntersuchungen für den Hund empfehlen.

Geschichte und Hintergrund

Die Arbeiterschaft des frühen 19. Jahrhunderts liebte den Volkssport des Rattentötens. In den Städten war die Stierhetze (eine alte Sportart) nicht so beliebt, und die Liebhaber des Rattentötens begannen, sich dem Hundekampf zuzuwenden. Diese Liebhaber dieses Sports kreuzten den Black and Tan Terrier mit der Bulldogge, um einen schnellen, starken und furchtlosen Konkurrenten für die Hundebox zu schaffen.

Durch selektive Züchtung entstand ein kleiner, wendiger Hund mit sehr kräftigen Kiefern. Ein weiteres Ergebnis war, dass der Hund dem Menschen gegenüber nicht aggressiv war, so dass er auch bei Aufregung in der Box beherrschbar blieb.

Auch nach dem Verbot von Hundekämpfen in England erhielten solche Hunde weiterhin die Liebe und Aufmerksamkeit ihrer Liebhaber. Es gab zwar einige Fans, die geheime Treffen für Hundekämpfe organisierten, aber die wahren Züchter wollten den Wettbewerb legal durchführen und wandten sich daher dem Ausstellungsring zu. Schließlich wurde versucht, eine Rasse zu schaffen, die nicht nur für den Ring geeignet, sondern auch als Haustier attraktiv war.

Im Jahr 1935 wurde der Staffordshire Bull Terrier vom englischen Kennel Club und 1974 vom amerikanischen Kennel Club anerkannt. Heute ist die Rasse eher wegen ihres liebevollen Wesens als wegen ihres Kampfgeistes beliebt.

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