Sicherheitsleitfaden für Hunde bei Beinahe-Ertrinken von Hunden

Sicherheitsleitfaden für Hunde bei Beinahe-Ertrinken

Auch wenn wir denken, dass Hunde von Natur aus gute Schwimmer sind, können sie dennoch ertrinken. Sie können in einer starken Strömung in Panik geraten oder erschöpft sein, wenn sie im Wasser gefangen sind, insbesondere Hunde in Schwimmbädern, Eislöchern oder rauer See.

Worauf Sie achten sollten

Vergewissern Sie sich unbedingt Ihrer eigenen Sicherheit, bevor Sie versuchen, einen Hund im Wasser zu retten, vor allem auf offener, stürmischer See. Bringen Sie sich nicht in Gefahr.

Wenn Sie es für sicher halten, versuchen Sie, den Hund mit einer Hakenstange durch das Halsband zu retten oder indem Sie sich dem Hund in einem Boot nähern. Gehen Sie nur ins Wasser, wenn es keine andere Möglichkeit gibt, und stellen Sie sicher, dass Sie etwas haben, an dem sich der Hund festhalten kann, das schwimmt und das das Gewicht des Hundes tragen kann.

Sofortige Versorgung nach einem Beinahe-Ertrinkungsunfall

Wenn der Hund noch bei Bewusstsein ist, bringen Sie ihn auf festen Boden und halten Sie ihn warm.

Wenn der Hund bewusstlos oder nicht ansprechbar ist:

  1. Legen Sie ihn mit gestrecktem Kopf und Hals auf die Seite, wobei der Kopf etwas tiefer als der Körper liegen sollte.
  2. Öffnen Sie das Maul und befreien Sie es von Gegenständen oder Fremdkörpern.
  3. Ziehen Sie die Zunge nach vorne und drücken Sie sanft auf Brust und Bauch. Lassen Sie den Druck nach und wiederholen Sie den Vorgang. Halten Sie Ihre Hände aus dem Maul des Hundes, um einen versehentlichen Biss zu vermeiden.
  4. Fühlen Sie den Puls. Am einfachsten lässt sich der Puls eines Hundes in der Innenfalte zwischen Hinterbein und Körper (Femoralpuls) feststellen. Beginnen Sie mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung, wenn Sie keinen Puls finden.
  5. Wenn ein Puls vorhanden ist, der Hund aber nicht atmet, führen Sie eine künstliche Beatmung durch.
  6. Halten Sie den Hund warm, während Sie sich in tierärztliche Behandlung begeben.

Tierärztliche Versorgung nach dem Beinahe-Ertrinken eines Hundes

Jeder Fall von Beinahe-Ertrinken ist schwerwiegend und kann noch Stunden nach dem Vorfall zu lebensbedrohlichen Problemen führen. Bringen Sie Ihren Hund immer sofort nach dem Beinahe-Ertrinken zu einem Tierarzt, um ihn gründlich zu untersuchen.

Selbst wenn es Ihrem Haustier gut zu gehen scheint, kann das Ertrinken noch Stunden später auftreten. Beim so genannten “trockenen Ertrinken” kann sich aufgrund eines Ungleichgewichts von Flüssigkeit und Elektrolyten Flüssigkeit in der Lunge ansammeln.

Die Notfallversorgung kann aus Sauerstoffzufuhr, Diuretika für Hunde und Elektrolytüberwachung sowie Blutdrucküberwachung bestehen. Unter Umständen ist eine unterstützte Beatmung erforderlich.

Hunde können durch die Aufnahme von zu viel Meerwasser eine Salzvergiftung erleiden. Auch wenn Ihr Hund nach dem Beinahe-Ertrinken in Salzwasser gesund erscheint, bringen Sie ihn sofort zum nächsten Tierarzt.

Vorbeugung gegen Beinahe-Ertrinken bei Hunden

Behandeln Sie schwimmende Hunde immer wie Kinder: Lassen Sie sie spielen, aber unter strenger Aufsicht. Dies gilt vor allem für gefährlichere Situationen, wie dünnes Eis auf Seen und Teichen oder auf offenem Meer.

Wenn Sie zu Hause einen Swimmingpool haben, sorgen Sie dafür, dass Ihr Hund draußen immer beaufsichtigt wird. Eine Schwimmweste in angemessener Größe im Schwimmbecken schwimmen zu lassen, ist eine zusätzliche Vorsichtsmaßnahme, aber keine Garantie für Sicherheit.

Sollten Hunde Schwimmwesten tragen?

Ein besseres Mittel zur Vermeidung von Unfällen ist die Umzäunung des Pools. Vergewissern Sie sich immer, dass Ihr Hund weiß, wo sich die Stufen des Schwimmbeckens befinden, damit er selbst in das Becken ein- und aussteigen kann.

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