Sibirischer Husky

Der Siberian Husky ist ein mittelgroßer Hund mit ostasiatischem Ursprung. Dieser intelligente, schelmische und kräftige Hund kann kilometerweit am Stück laufen und eine mittelschwere Last schnell über weite Strecken ziehen – der Hauptgrund, warum er während des Goldrausches in Alaska und auf dem Höhepunkt der Popularität von Hundeschlittenrennen in Alaska so beliebt wurde. Heute ist der Siberian Husky nach wie vor eine feste Größe im Hundesport, aber er ist auch ein beliebtes Haustier für alle, die sich gerne im Freien aufhalten oder einen aktiven Hund haben.

Physische Merkmale

Mit seinem etwas langgestreckten und mäßig kompakten Körper gelingt es dem Siberian Husky, Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit zu vereinen. Der flinke und leichtfüßige Husky hat einen mühelosen und geschmeidigen Gang, der ihm einen guten Schwung und eine gute Reichweite verleiht. Sein zweischichtiges Fell ist mittellang mit einem flachen, geraden Deckhaar und einer dichten, weichen Unterwolle. Der Siberian Husky kommt in verschiedenen Farben vor, von schwarz bis reinweiß. Der Ausdruck des Siberian Husky ist freundlich, aufgeweckt und manchmal schelmisch.

Persönlichkeit und Temperament

Der Siberian Husky ist stets wachsam, klug, unabhängig, stur, spitzbübisch, eigensinnig, lebenslustig und abenteuerlustig. Seine Vorliebe für das Laufen kann ihn manchmal überfordern, so dass er stundenlang ziellos umherstreift. Der Siberian Husky neigt auch dazu, Vieh oder fremde Katzen zu jagen, und kann gegenüber fremden Hunden aggressiv sein, verträgt sich aber im Allgemeinen mit anderen Haushunden. Der Siberian Husky ist sehr sozial und sollte viel menschliche Gesellschaft bekommen.

Einige Huskys neigen dazu, zu graben, zu kauen und zu heulen.

Aufgrund seiner Größe benötigt der Siberian Husky tägliche Bewegung, die er mit langem Laufen an der Leine oder Joggen erreichen kann. Sein Fell muss in den meisten Jahreszeiten wöchentlich gebürstet werden, in den Zeiten starken Haarwuchses sogar täglich. Er liebt kaltes Wetter und schleppt gerne Dinge herum. Obwohl der Siberian Husky in kalten oder gemäßigten Klimazonen im Freien leben kann, ist es am besten, wenn er gleich viel Zeit im Haus und im Freien verbringen kann.

Gesundheit

Bei einer Lebenserwartung von 11 bis 13 Jahren kann der Siberian Husky an kleineren gesundheitlichen Problemen wie progressiver Netzhautatrophie (PRA), Schilddrüsenunterfunktion, Katarakt und Hornhautdystrophie leiden. Um einige dieser Probleme zu erkennen, kann ein Tierarzt die Schilddrüse, die Hüfte und die Augen des Hundes untersuchen.

Geschichte und Hintergrund

Die Tschuktschen, ein halbnomadisches Volk in Nordostasien, sind für die Entwicklung des Siberian Husky verantwortlich. Obwohl die Abstammung der Rasse ein Rätsel bleibt, stammt der Husky wahrscheinlich von Spitz ab, da die Tschuktschen mehrere Jahrhunderte brauchten, um sie als Schlittenhunde auszubilden. Der Siberian Husky, der während des Goldrausches in Alaska eingesetzt wurde, war ein unverzichtbarer Arbeiter in den arktischen Regionen und entwickelte sich später zur wichtigsten Rasse für Hunderennen, einer beliebten Form der Unterhaltung in diesen Regionen.

Eines dieser Rennen, das 400 Meilen lange All Alaska Sweepstakes Race von Nome nach Candle, führte durch einige der beschwerlichsten Gebiete Alaskas. Beim zweiten jährlichen All Alaska’s Sweepstakes Race im Jahr 1909 wurde das erste Team sibirischer Tschuktschen-Schlittenhunde eingesetzt. Wegen ihres gutmütigen Wesens und ihrer geringen Größe wurden die Hunde kaum als würdige Konkurrenten anerkannt.

Ein junger Schotte namens Charles Fox Maule Ramsay wurde jedoch auf die Rasse aufmerksam und ließ den Spitzenreiter seines Teams, John “Iron Man” Johnson, im All Alaska Sweepstakes-Rennen von 1910 seinen Schlitten von ihnen ziehen, wobei er seine Konkurrenten mit Leichtigkeit besiegte (Johnson und seine Huskys halten bis heute die schnellste Zielzeit des Rennens, 74:14:37). Die anderen Teams von Ramsay, die ebenfalls von Siberian Huskies angeführt wurden, belegten die Plätze zwei und vier des Rennens, ein weiterer Beweis für die Dominanz der Rasse in diesem Sport. In den nächsten zehn Jahren wurde der Siberian Husky eingesetzt, um einige der prestigeträchtigsten Renntitel in Alaska zu erringen, vor allem dort, wo das raue Gelände den Ausdauerfähigkeiten der Rasse entgegenkam.

Im Jahr 1925 wurde die Stadt Nome in Alaska von einer Diphtherie-Epidemie heimgesucht, und es wurden dringend Vorräte an Antitoxin benötigt. In dem als “Great Race of Mercy” (Großes Rennen der Barmherzigkeit) bekannt gewordenen Projekt transportierten 20 Musher (menschliche Fahrer) und 150 Schlittenhunde das Diphtherie-Antitioxin in rekordverdächtigen fünfeinhalb Tagen 674 Meilen quer durch Alaska und retteten so die Stadt Nome und ihre umliegenden Gemeinden. Sofort wurden die Musher und ihre Hunde in den gesamten Vereinigten Staaten für ihre Tapferkeit und ihren Heldenmut berühmt. Balto, der führende Schlittenhund auf der letzten Strecke nach Nome und ein Siberian Husky, erlangte durch den Serumlauf besondere Bekanntheit, und nur 10 Monate nach Baltos Ankunft in Nome wurde im Central Park von New York City eine Statue aufgestellt.

Die Popularität des Siberian Husky verbreitete sich bald in Kanada, und 1930 erkannte der American Kennel Club die Rasse offiziell an. Mehrere Siberian Huskys dienten später während des Zweiten Weltkriegs in der arktischen Such- und Rettungseinheit der US-Armee. Die Rasse verblüfft Rennsportler nach wie vor mit ihrer Schnelligkeit und Ausdauer, ist aber auch ein beliebter Schau- und Familienhund geworden.

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