Sexuell übertragbare Tumore bei Hunden

Sexuell übertragbare Tumore bei Hunden

Ein transmissibler venerischer Tumor (TVT) ist ein natürlich vorkommender Tumor, der sexuell von einem Hund auf einen anderen übertragen wird. Besonders viele Fälle treten in Großstädten und gemäßigten Zonen auf. TVT tritt gewöhnlich bei jungen, intakten (nicht kastrierten) Hunden auf.

Symptome und Arten

Sie können eine rote, tumoröse Masse beobachten, die sich aus der Oberflächenmembran der Vagina oder des Penis herauswölbt. Die Gewebemasse kann bei Manipulationen abreißen. Es können auch Blutstropfen beobachtet werden, die aus der Vagina oder der Penisvorhaut tropfen. In der Regel leckt der Hund die betroffene Stelle häufig ab.

Ursachen

Diese Erkrankung ist das Ergebnis eines direkten Kontakts mit Tumorzellen eines erkrankten Tieres. Sie wird durch den Geschlechtsverkehr übertragen, kann aber auch durch oralen Kontakt übertragen werden. Intakte, freilaufende Hunde sind einem größeren Risiko ausgesetzt, diese Krankheit zu erwerben und zu verbreiten.

Diagnose

Ihr behandelnder Tierarzt benötigt eine vollständige Anamnese mit möglichst vielen Informationen darüber, wann die Symptome aufgetreten sind, wie viel Freiheit Ihr Hund hat, um sich frei zu bewegen, ob es andere Hunde gibt, die sich in der Umgebung aufhalten, ob Sie versucht haben, Ihren Hund zu züchten usw.

Bei der körperlichen Untersuchung werden vor allem die Geschlechtsorgane Ihres Hundes untersucht. Eine Gewebeprobe der Masse muss für eine Biopsie entnommen werden, und es werden Flüssigkeitsproben für die Standardlaboruntersuchungen entnommen, darunter ein vollständiges Blutbild, ein biochemisches Profil und eine Urinanalyse. Die Ergebnisse dieser Tests liegen in der Regel im Normbereich, aber in einigen Fällen können in der Urinprobe Blutzellen oder abnorme Krebszellen gefunden werden.

Diese Art von Tumor breitet sich nur selten auf andere Stellen aus, aber Ihr Arzt muss sich visuell vergewissern, dass es sich nicht um eine bösartige Form von Krebs handelt. Zur visuellen Diagnostik gehören Röntgenaufnahmen von Brust und Bauch, um festzustellen, ob sich Metastasen gebildet haben und in welchem Stadium sich der Tumor befindet, falls er Krebs hat. Ihr Tierarzt wird auch die Lymphknoten des betroffenen Bereichs abtasten, um festzustellen, wie stark die Lymphknoten auf die Anomalie reagieren – ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal, wenn Krebszellen vorhanden sind.

Eine Probe der Lymphflüssigkeit wird zur weiteren Untersuchung ins Labor geschickt, um festzustellen, ob sich Krebszellen in der Probe befinden. Das Vorhandensein von Krebszellen in den Lymphknoten ist oft ein deutlicher Hinweis darauf, dass der Tumor nicht gutartig ist. Die Behandlung richtet sich nach den Ergebnissen dieser Tests.

Behandlung

Bei einigen Patienten kann sich der Tumor spontan und ohne Behandlung zurückbilden. Es kann aber auch sein, dass Ihr Tierarzt den Tumor chirurgisch entfernen und anschließend eine medikamentöse Behandlung einleiten muss. Ist der Tumor gutartig, d. h. nicht krebsartig, ist im Allgemeinen eine günstige Prognose zu erwarten, die eine vollständige Heilung ermöglicht. Das allgemeine Wohlbefinden Ihres Hundes ist ausschlaggebend dafür, wie gut die Behandlung verläuft.

Leben und Management

Die Gesamtprognose nach einer medizinischen Behandlung ist bei den betroffenen Patienten oft ausgezeichnet. Die Risiken sind jedoch wesentlich höher, wenn sich der Tumor als bösartig erweist. Die Krebstherapie ist mit zahlreichen Nebenwirkungen verbunden, insbesondere wenn sie über einen längeren Zeitraum angewendet wird.

So können beispielsweise die Medikamente, die zur Unterdrückung des Wachstums der Krebszellen eingesetzt werden, auch normale Zellen beeinträchtigen, was die Schutzwirkung des Immunsystems schwächt und dazu führt, dass Ihr Hund einem erhöhten Risiko von Infektionen ausgesetzt ist, die manchmal schwerwiegend sein können. Sie müssen einen guten Ernährungsplan einhalten, damit sich Ihr Hund schnell und ohne Komplikationen erholen kann.

Ihr Tierarzt wird einen Nachsorgeplan für die weitere Behandlung und die Routinekontrollen aufstellen. Die Ergebnisse der Laboruntersuchungen, das Ansprechen Ihres Hundes auf die Behandlung und etwaige unerwünschte Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Therapie sind ausschlaggebend für Änderungen des Behandlungsplans.

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