Sago-Palme-Vergiftung bei Hunden

Sago-Palmen-Vergiftung bei Hunden

Hunde sind dafür bekannt, dass sie auf Pflanzen herumkauen und sie fressen, und manchmal nehmen sie unwissentlich Pflanzen zu sich, die für sie giftig sind. Die Sagopalme ist eine dieser Pflanzen. Die Blätter der Sagopalme können bei Hunden zu schweren Leberschäden und möglicherweise zum Tod führen, wenn sie verschluckt werden.

Die Sagopalme ist umgangssprachlich auch als Coontie-Palme, Papppalme, Cycadeen oder Zymia bekannt.

Symptome und Arten

Zu den Symptomen, die beim Verschlucken von Sagopalmen auftreten, gehören:

  • Erbrechen
  • Blut in den Fäkalien
  • Blutige Diarrhöe
  • Ikterus (Gelbfärbung von Haut und Zahnfleisch)
  • Erhöhter Durst
  • Vermehrter Urin
  • Blutergüsse
  • Leichte Blutungen (Koagulopathie, DIC)
  • Neurologische Anzeichen wie Depression, Kreisen, Lähmung, Krampfanfälle, Koma
  • Tod

Verursacht

Die beobachteten Symptome sind das Ergebnis einer Leberschädigung, die durch ein in der Sagopalme vorkommendes Toxin namens Cycasin verursacht wird. Die Lebererkrankung kann zu Blutungsstörungen (disseminierte intravaskuläre Gerinnung – DIC), d. h. zu abnormen Blutungen und Gerinnseln im Blutkreislauf, sowie zu neurologischen Störungen führen.

Diagnose

Die Diagnose stützt sich auf die Anamnese des Verzehrs der Pflanze und auf Blut- und Urintestergebnisse, die auf eine Lebererkrankung hindeuten.

Behandlung

Wenn die Pflanze gerade erst verschluckt wurde und noch keine Symptome vorhanden sind, kann ein Arzt mit Apomorphin, Wasserstoffperoxid oder Ipecac Erbrechen auslösen. Wenden Sie sich sofort an Ihren Tierarzt, wenn Sie vermuten oder wissen, dass Ihr Hund einen Teil der Sagopalme gefressen hat. Aktivkohle kann auch verwendet werden, um das Gift im Magen zu absorbieren. Eine Magenspülung (“Auspumpen des Magens”) kann ebenfalls erforderlich sein.

Wenn Anzeichen einer Lebererkrankung durch klinische Anzeichen oder Anomalien in Blut- und/oder Urintests erkennbar sind, ist eine zusätzliche Behandlung erforderlich. Flüssigkeitstherapie und Blut- oder Plasmatransfusionen werden erforderlich sein. Es wird empfohlen, das Erbrechen mit antiemetischen Medikamenten zu kontrollieren. Auch Antibiotika, Magen-Darm-Schutzmittel und Vitamin K können von Ihrem Tierarzt verabreicht werden. S-Adenosylmethionin, Ursodeoxycholsäure oder Vitamin E können ebenfalls von Nutzen sein.

Vorbeugung

Vermeiden Sie ein Verschlucken, indem Sie Sagopalmen außerhalb der Reichweite Ihres Hundes aufbewahren. Idealerweise entfernen Sie die Pflanzen ganz aus Ihrem Garten, wenn sie dort vorhanden sind.

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