Reizdarmsyndrom bei Hunden (IBS)

Reizdarmsyndrom bei Hunden (IBS)

Das Reizdarmsyndrom (IBS) bei Hunden ist eine Erkrankung, bei der die Darmmuskulatur nicht normal funktioniert und Durchfall und Verstopfung verursacht. Ein echtes Reizdarmsyndrom ist bei Hunden nicht üblich. Das Reizdarmsyndrom ist eine Ausschlussdiagnose, d. h. es gibt keine Ursache, die durch Tests für den Durchfall eines Hundes gefunden werden kann.

Symptome des Reizdarmsyndroms bei Hunden

Das Reizdarmsyndrom bei Hunden verursacht zwei Hauptsymptome: Durchfall und Verstopfung. Typischerweise ist der Durchfall sehr wässrig mit einer gewissen Form oder gar keiner Form. Der Durchfall oder die Verstopfung kann chronisch sein oder sich in wiederholten Schüben auflösen. Jeder Anfall kann schnell auftreten, und der Hund kann einen schmerzhaften Bauch, Blähungen und Borborygmie haben, d. h. Gasblasengeräusche im Magen.

Ursachen des Reizdarmsyndroms bei Hunden

Das Reizdarmsyndrom bei Hunden ist eine primäre Motilitätsstörung. Das bedeutet, dass sich die Muskeln des Darms nicht normal zusammenziehen.

Die normale Darmmuskulatur bewegt sich in einem rhythmischen Muster, das als Peristaltik bezeichnet wird und die Nahrung vom Maul zum Anus transportiert. Beim Reizdarmsyndrom kontrahieren die Muskeln nicht im Gleichschritt, oder sie bewegen sich zu schnell oder zu langsam.

Die Ursache für die abnorme Motilität beim Reizdarmsyndrom kann eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder Stress sein.

Wie Tierärzte IBS bei Hunden diagnostizieren

Leider sind die Symptome des Reizdarmsyndroms bei Hunden auch die Symptome von Hunderten anderer Krankheiten. Reizdarmsyndrom gilt als Ausschlussdiagnose, was bedeutet, dass Ihr Tierarzt viele andere Krankheiten ausschließen muss, bevor er sagen kann, dass Ihr Hund an Reizdarmsyndrom leidet.

Dies beginnt in der Regel mit einer Blutuntersuchung, bei der nach abnormalen Blutzellen oder abnormalen Leber- und Nierenenzymwerten gesucht wird. Die Tests können auch Folgendes umfassen:

Röntgen- oder Ultraschalluntersuchungen des Abdomens, um nach Tumoren, abnormalen Darmstrukturen, Verstopfungen, schwerer Verstopfung und abnormalen Darmbewegungen zu suchen

Blutuntersuchungen zur Überprüfung der Bauchspeicheldrüsenfunktionen

Eine Biopsie des Darms

Eine Kultur des Stuhls zur Untersuchung auf bakterielle Infektionen

PCR-Tests für Viren

Ein letzter wichtiger Teil der Diagnose des Reizdarmsyndroms bei Hunden besteht darin, einen Diätversuch zu starten und zu sehen, wie Ihr Hund auf die Diät anspricht.

Behandlung von IBS bei Hunden

Sobald Ihr Tierarzt festgestellt hat, dass Ihr Hund an Reizdarmsyndrom leidet, kann es mit Medikamenten und Futter behandelt werden. Wenn Ihr Hund einen Anfall von Reizdarmsyndrom hat, helfen Medikamente gegen Durchfall und Probiotika, um den Durchfall zu stoppen und die Darmmikrobiota auszugleichen.

Ihr Tierarzt kann eine Ernährungsumstellung empfehlen. Die Fütterung von hochverdaulichem Futter mit einem höheren Ballaststoffgehalt hilft, die Entzündung im Darm zu lindern und den Durchfall zu stoppen. Futtermittel wie Royal Canin Gastrointestinal High Fiber oder Hill’s Prescription Diet w/d sind hoch verdaulich und enthalten Ballaststoffe, die zu einer normalen Darmbewegung beitragen und Durchfall und Verstopfung vorbeugen.

Genesung und Management von IBS bei Hunden

Das Reizdarmsyndrom bei Hunden wird in der Regel durch ein stressiges Ereignis ausgelöst. Die Vermeidung von Stress oder die Vorbereitung des Tieres auf Stress durch den Einsatz von Medikamenten kann dazu beitragen, die Schwere der Anfälle zu verhindern oder zu mindern.

Viele Hunde erholen sich mit einer Behandlung innerhalb einer Woche von ihren IBS-Schüben. Bei einigen Hunden bleibt das Reizdarmsyndrom auch nach der Behandlung bestehen. Diese Hunde benötigen lebenslang eine verschreibungspflichtige Diät, um künftige Schübe zu verhindern.

FAQs zum Reizdarmsyndrom bei Hunden

Was ist das beste Futter für Hunde mit Reizdarmsyndrom?

Hunde mit Reizdarmsyndrom sollten ein hochverdauliches Futter mit einem hohen Anteil an löslichen Ballaststoffen erhalten. In der Regel handelt es sich dabei um ein verschreibungspflichtiges Futter wie Royal Canin Gastrointestinal High Fiber oder Hill’s Prescription Diet w/d.

Was ist der Unterschied zwischen IBS und IBD bei Hunden?

IBS verursacht Durchfall, Bauchschmerzen oder Verstopfung. Es kann keine Ursache gefunden werden – es gibt keine Bakterien oder Viren, und Biopsien des Darms zeigen keine Entzündung oder Krebs. Das Reizdarmsyndrom wird oft durch belastende Ereignisse ausgelöst und betrifft meist den Dickdarm.

IBD hingegen betrifft den Dick- und Dünndarm, und bei einer Biopsie finden sich Entzündungszellen. IBD verursacht Erbrechen und Durchfall. Das Reizdarmsyndrom kann in Schüben auftreten, während IBD eine chronische Erkrankung ist, die eine lebenslange Therapie erfordert.

Wie häufig ist das Reizdarmsyndrom bei Hunden?

Ein echtes Reizdarmsyndrom ist bei Hunden selten. Die Symptome des Reizdarmsyndroms – Durchfall, Verstopfung und Bauchschmerzen – treten auch bei vielen anderen Krankheiten auf. Daher ist es wichtig, dass Ihr Hund untersucht wird, wenn er diese Symptome aufweist, um die geeignete Behandlung zu bestimmen.

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