Ohnmacht bei Hunden

Ohnmacht bei Hunden

Synkope ist der klinische Begriff für das, was sonst oft als Ohnmacht bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um einen medizinischen Zustand, der durch einen vorübergehenden Verlust des Bewusstseins und eine spontane Erholung gekennzeichnet ist.

Die häufigste Ursache einer Synkope ist eine vorübergehende Unterbrechung der Blutversorgung des Gehirns, die zu einer Beeinträchtigung der Sauerstoff- und Nährstoffversorgung des Gehirns führt. Eine weitere wichtige Ursache für Synkopen bei Hunden sind Herzerkrankungen, die zu einer Unterbrechung der Blutzufuhr zum Gehirn führen. Synkopen treten häufiger bei älteren Hunden auf, insbesondere bei Cocker Spaniels, Zwergschnauzern, Möpsen, Dackeln, Boxern und Deutschen Schäferhunden.

Ursachen

  • Herzkrankheiten
  • Herz-Tumor
  • Emotionaler Stress
  • Aufregung
  • Niedrige Konzentration von Glukose, Kalzium und Natrium im Blut
  • Krankheiten, die zu einer Verdickung des Blutes führen
  • Einnahme bestimmter Medikamente

Situative Synkopen können auftreten bei:

  • Husten
  • Defäkation
  • Wasserlassen
  • Verschlucken
  • Nach Ziehen am Halsband des Hundes

Diagnose

Obwohl eine Synkope oft nur einen vorübergehenden Bewusstseinsverlust verursacht, ist die Diagnose der zugrunde liegenden Ursache für den betroffenen Patienten wichtig, da die zugrunde liegende Erkrankung chronisch und fortschreitend oder sogar lebensbedrohlich sein kann.

Ihr Tierarzt wird die Krankengeschichte Ihres Hundes erheben und eine eingehende körperliche Untersuchung durchführen. Zu den Routinelabortests gehören ein vollständiges Blutbild, ein biochemisches Profil und eine Urinanalyse.

Die Ergebnisse dieser Tests liegen oft im Normbereich, aber wenn eine Hypoglykämie die Ursache der Synkope ist, zeigt das biochemische Profil niedrigere als normale Glukosespiegel im Blut an. Bei diesen Patienten wird auch die Insulinkonzentration gemessen. Bei Patienten mit einem niedrigen Natrium- oder Kaliumspiegel im Blut können weitere Untersuchungen erforderlich sein. Da Herzerkrankungen nach wie vor eine der wichtigsten Ursachen für Synkopen sind, werden ein Elektrokardiogramm (EKG) und eine Echokardiografie durchgeführt, um festzustellen, ob eine zugrunde liegende Herzerkrankung vorliegt.

Ihr Tierarzt wird Sie auch bitten, die Herzfrequenz Ihres Hundes während der synkopischen Episoden zu Hause zu ermitteln, und kann eine 24-stündige EKG-Überwachung empfehlen, wenn bei Ihrem Hund ein zugrunde liegendes Herzproblem festgestellt wurde. Bei Verdacht auf eine Hirnerkrankung werden eine Computertomografie (CT) des Kopfes und eine Analyse des Liquors (der Flüssigkeit, die das Gehirn und das Rückenmark umspült) durchgeführt.

Behandlung

Eine Synkope ist ein vorübergehender und reversibler Zustand, bei dem der Hund bald nach einer Episode der Bewusstlosigkeit wieder zu Bewusstsein kommt. Wird die zugrunde liegende Ursache jedoch nicht rechtzeitig behandelt, kann es zu wiederkehrenden Synkopen und zur Verschlimmerung anderer Symptome im Zusammenhang mit der Grunderkrankung kommen.

Wenn medikamentöse Nebenwirkungen für die synkopischen Episoden verantwortlich sind, wird Ihr Tierarzt die Einnahme der Medikamente einstellen. Wenn die Medikamente für die langfristige Gesundheit Ihres Hundes notwendig sind, wird Ihr Arzt nach anderen Medikamenten suchen, die ohne die schädlichen Nebenwirkungen eingesetzt werden können.

Leben und Management

Schützen Sie Ihren Hund vor den Reizen, die eine Synkope auslösen können. Wenn eine Herzinsuffizienz die Ursache ist, sollte die körperliche Aktivität minimiert werden, um eine weitere Belastung des Herzens zu vermeiden. Darüber hinaus können auch Stress und Aufregung zu einer Synkope beitragen und sollten so weit wie möglich vermieden werden. Sie müssen Ihren Hund regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen bringen, bis er sich vollständig erholt hat.

Beobachten Sie Ihren Hund zu Hause genau auf weitere Ohnmachtsanfälle und rufen Sie sofort Ihren Tierarzt an, wenn der Hund erneut Symptome einer Bewusstlosigkeit zeigt. Die übliche Prognose für Patienten mit einer Herzerkrankung im Zusammenhang mit einer Synkope ist nicht gut. Bei Patienten, bei denen der Synkope keine nicht herzbedingte Erkrankung zugrunde liegt, ist die Gesamtprognose jedoch gut, insbesondere wenn die Grunderkrankung behandelt wird.

LESEN SIE MEHR: