Nicht-entzündliche erbliche Muskelerkrankung bei Hunden

Die nicht-entzündliche hereditäre Myotonie ist eine Muskelerkrankung, die durch eine anhaltende Kontraktion oder eine verzögerte Entspannung der Muskeln, insbesondere bei Bewegungen, gekennzeichnet ist. Obwohl sie auch im späteren Leben erworben werden kann – oft experimentell durch die Einnahme von Herbiziden ausgelöst -, bezieht sich dieser Artikel auf die angeborene Myotonie, die häufig bei Chow-Chows und Zwergschnauzern auftritt.

Symptome und Arten

Die nachstehenden Symptome werden häufig mit nicht-entzündlicher hereditärer Myotonie in Verbindung gebracht; sie können sich nach körperlicher Betätigung verbessern und/oder durch Kälte verschlimmern:

  • Veränderung der Stimme
  • Steifheit der Muskeln
  • Schwierige Atmung
  • Schwierigkeiten beim Aufstehen oder Bewegen
  • Schluckschwierigkeiten (Dysphagie)
  • Aufstoßen, insbesondere nach dem Essen
  • Zunge kann aus dem Mund herausragen

Ursachen

Diese Art der nicht-entzündlichen Myopathie ist erblich bedingt, d. h. sie wird von einer Mutter und/oder einem Vater mit demselben sarkolemmalen Defekt vererbt, der die Zellmembran einer Muskelzelle betrifft.

Diagnose

Sie müssen Ihrem Tierarzt eine gründliche Anamnese des Gesundheitszustands Ihres Hundes, einschließlich des Auftretens und der Art der Symptome, vorlegen. Er oder sie wird dann eine vollständige körperliche Untersuchung sowie ein biochemisches Profil, eine Urinanalyse und ein komplettes Blutbild (CBC) durchführen. Die Kreatinkinase-Enzymwerte können aufgrund des Dystrophinmangels erhöht sein. Auch die Leberenzyme sind bei Hunden mit dieser Störung erhöht.

Während der Untersuchung klopft Ihr Tierarzt auf die Oberfläche der Zunge des Hundes, sowohl bei Bewusstsein als auch unter Narkose. Durch dieses Klopfen entstehen auf der Zungenoberfläche anhaltende Grübchen, die einen Anhaltspunkt für die Diagnose liefern. Zur weiteren Bestätigung steht ein DNA-basierter Test zur Verfügung, mit dem betroffene Zwergschnauzer und deren Träger nachgewiesen werden können.

Behandlung

Obwohl es keine spezifische Behandlung für die nicht-entzündliche hereditäre Myotonie gibt, helfen bestimmte Medikamente (Procainamid, Chinidin, Phenytoin, Mexiletin) bei der Verringerung der Muskelsteifheit und des Aufstossens. Dies führt jedoch nicht zu einer Verbesserung der mit der Störung verbundenen Gangabweichung.

Lebensweise und Management

Halten Sie Ihren Hund von anstrengenden Aktivitäten oder Übungen ab, die seine Atmung erhöhen können, und vermeiden Sie Kälte, die die Symptome verschlimmern kann. Leider ist die Gesamtprognose eines Hundes mit nicht-entzündlicher hereditärer Myotonie selbst bei Behandlung sehr schlecht. Ihr Tierarzt wird auch empfehlen, den Hund nicht zu züchten, um ein weiteres Fortschreiten der Krankheit in der nächsten Generation zu verhindern.

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