Kopfdrücken bei Hunden

Kopfpressen bei Hunden

Kopfdrücken ist ein Zustand, der dadurch gekennzeichnet ist, dass der Kopf ohne ersichtlichen Grund zwanghaft gegen eine Wand oder einen anderen Gegenstand gedrückt wird. Dies deutet in der Regel auf eine Schädigung des Nervensystems hin, die verschiedene Ursachen haben kann, z. B. eine Prosencephalon-Krankheit (bei der die Teile des Vorderhirns und des Thalamus geschädigt sind) und einige Arten von Vergiftungen.

Dieser Zustand kann Hunde aller Rassen und Altersgruppen betreffen.

Symptome und Arten

Das Pressen des Kopfes ist nur ein Anzeichen für die Prosencephalon-Krankheit, bei der die Teile des Vorderhirns und des Thalamus geschädigt sind. Andere Symptome, die damit einhergehen können, sind zwanghaftes Herumlaufen und Kreisen, Veränderungen im erlernten (trainierten) Verhalten, Krampfanfälle, gestörte Reflexe und Sehstörungen. Einige dieser Symptome können zu Läsionen führen, z. B. Wunden an den Füßen durch zwanghaftes Laufen oder Verletzungen im Gesicht und am Kopf durch langes Pressen des Kopfes gegen eine Oberfläche.

Ursachen

Es gibt eine Reihe von Gründen, warum ein Hund den Zwang verspürt, seinen Kopf gegen Gegenstände zu drücken, je nach der Hauptursache, die zu diesem Symptom führt. Mögliche Ursachen sind eine Stoffwechselstörung wie Hyper- oder Hyponatriämie (zu viel oder zu wenig Natrium im Blutplasma des Körpers), ein primärer oder sekundärer Tumor (d. h. ein Tumor im Gehirn im Gegensatz zu einem Tumor an einer anderen Stelle des Körpers) oder eine Infektion des Nervensystems wie Tollwut oder eine Pilzinfektion. Andere Ursachen können ein Kopftrauma (z. B. nach einem Autounfall) oder die Einwirkung von Giftstoffen (z. B. Blei) sein.

Diagnose

Ein primäres Diagnoseverfahren bei Kopfdrücken umfasst eine Untersuchung der Netzhaut und anderer Strukturen im Augenhintergrund, die auf infektiöse oder entzündliche Erkrankungen sowie auf Unregelmäßigkeiten im Gehirn hinweisen kann. Weitere wahrscheinliche Untersuchungen sind Blutdruckmessungen, um Bluthochdruck festzustellen, sowie Computertomografien (CT) oder Magnetresonanztomografien (MRT) des Gehirns. Ihr Tierarzt wird auch eine Urinanalyse (die ein Problem mit dem Stoffwechsel aufzeigen kann) und eine Untersuchung der Bleikonzentration im Blut (die auf Giftstoffe im Körper hinweisen kann) durchführen.

Sie müssen eine gründliche Anamnese über den Gesundheitszustand Ihres Hundes, das Auftreten der Symptome und mögliche Vorfälle, die diesem Zustand vorausgegangen sein könnten, erheben.

Behandlung

Die Behandlung hängt von den aufgetretenen Symptomen und der Diagnose ab, die Ihr Tierarzt stellt. Schwere klinische Anzeichen erfordern einen Krankenhausaufenthalt und eine sofortige Behandlung. Unterschiedliche Ursachen erfordern unterschiedliche Behandlungen, und es sollten keine Medikamente oder Therapien verabreicht werden, bevor die Diagnose feststeht.

Leben und Management

Spezifische Krankheiten erfordern unterschiedliche Methoden der Nachsorge; in der Regel sind jedoch wiederholte neurologische Untersuchungen zur Überwachung des Krankheitsverlaufs die wichtigste Voraussetzung.

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