Hoher Gehalt an Plasmaproteinen im Blut von Hunden

Eine hohe Blutviskosität, d. h. eine Verdickung des Blutes, ist in der Regel die Folge einer deutlich erhöhten Konzentration von Blutplasmaproteinen, kann aber auch (selten) die Folge einer extrem hohen Anzahl roter Blutkörperchen sein. Sie tritt am häufigsten als paraneoplastisches Syndrom auf (Folge des Vorhandenseins von Krebs im Körper) und ist häufig mit dem Multiplen Myelom (Plasmazellkrebs) und anderen lymphatischen Tumoren oder Leukämien verbunden.

Die klinischen Anzeichen, die mit der Hyperviskosität einhergehen, werden durch einen verminderten Blutfluss durch kleinere Gefäße, ein hohes Plasmavolumen und eine damit verbundene Koagulopathie (ein Defekt im Blutgerinnungsmechanismus des Körpers) verursacht. Es gibt keine geschlechts- oder rassebedingten Vorlieben, und die Krankheit tritt häufiger bei älteren Hunden auf.

Symptome und Arten

  • Keine einheitlichen Anzeichen
  • Appetitlosigkeit (Anorexie)
  • Lethargie
  • Depression
  • Übermäßiges Wasserlassen und übermäßiger Durst
  • Blindheit, Schwankung
  • Blutungsneigung
  • Krampfanfälle und Desorientiertheit
  • Schneller Herzschlag und schnelle Atmung bei kongestiver Herzinsuffizienz aufgrund von Volumenüberlastung
  • Nasenbluten oder andere Blutungen in den Schleimhäuten
  • Sehstörungen in Verbindung mit verstopften Netzhautgefäßen, Netzhautblutungen ode r-ablösungen und Schwellungen des Sehnervs

Verursacht

  • Multiples Myelom und Plasmazelltumore
  • Lymphozytäre Leukämie oder Lymphom
  • Ausgeprägte Polyzythämie (eine Nettozunahme der Gesamtzahl der Blutzellen)
  • Chronische atypische Entzündung mit monoklonaler Gammopathie (bei der ein abnormales Protein im Blut nachgewiesen wurde [Zeckenfieber kann dies bei Hunden verursachen])
  • Chronische Autoimmunerkrankung (z. B. systemischer Lupus und rheumatoide Arthritis)

Diagnose

Hyperviskosität ist ein Syndrom und keine endgültige Diagnose; Ihr Tierarzt wird jedoch wissen wollen, was für die Symptome verantwortlich ist. Ihr Tierarzt wird eine gründliche körperliche Untersuchung Ihres Tieres durchführen und dabei die Vorgeschichte der Symptome und mögliche Vorfälle berücksichtigen, die zu diesem Zustand geführt haben könnten. Es wird ein vollständiges Blutprofil erstellt, einschließlich eines chemischen Blutprofils, eines vollständigen Blutbilds und einer Urinanalyse. Ihr Arzt wird insbesondere auf die Gesamtplasmaproteinmenge und auf Anzeichen von Blutstörungen achten. Sobald die Diagnose bestätigt ist, wird Ihr Tierarzt einen Behandlungsplan ausarbeiten.

Behandlung

Im Allgemeinen werden Hunde mit dieser Krankheit stationär behandelt. Im Mittelpunkt der Behandlung steht die Grunderkrankung. Der gesamte Behandlungsplan richtet sich danach, ob die Symptome durch Krebs oder durch eine Entzündung verursacht werden.

Leben und Management

Auch nachdem Sie Ihren Hund mit nach Hause genommen haben, wird Ihr Tierarzt die Serum- oder Plasmaproteine Ihres Hundes regelmäßig kontrollieren, um die Wirksamkeit der Behandlung zu überprüfen. Außerdem werden von Zeit zu Zeit Bluttests und Urinuntersuchungen durchgeführt, um festzustellen, wie gut Ihr Hund mit seiner Krankheit zurechtkommt.

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