Hernie (Zwerchfellbruch) bei Hunden

Zwerchfellbruch (Hernie) bei Hunden

Zwerchfellbrüche treten bei Hunden auf, wenn ein Bauchorgan (z. B. der Magen, die Leber, der Darm usw.) in eine anormale Öffnung im Zwerchfell, dem Muskelband, das den Bauchraum vom Brustkorb trennt, eindringt. Dies kann aufgrund einer erworbenen Verletzung durch einen heftigen Schlag, z. B. bei einem Autounfall, oder aufgrund eines Geburtsfehlers (angeboren) geschehen.

Symptome und Arten

Zu den Anzeichen einer Zwerchfellhernie gehören unregelmäßiger Herzschlag, erschwerte Atmung (insbesondere nach einem heftigen Schlag) und Symptome eines Schocks. Der Bauch kann sich schnell bewegen (Herzklopfen) oder sich leer anfühlen. Reaktionen wie Erbrechen, Durchfall und Blähungen können aufgrund einer Schädigung des Darms oder Magens auftreten.

In angeborenen Fällen sind die Symptome möglicherweise nicht sofort erkennbar. Zu den allmählich auftretenden Symptomen gehören gedämpfte Herztöne oder Herzgeräusche, abdominelle Defekte und Atemprobleme. Bei einer Schädigung des Darms, der Milz oder der Leber können die Anzeichen plötzlich auftreten.

Ursachen

In den meisten Fällen wird eine Zwerchfellhernie durch ein Trauma verursacht, z. B. durch einen Zusammenstoß mit einem Auto oder einen anderen heftigen Schlag. Daher treten Zwerchfellbrüche am häufigsten bei Tieren, die sich im Freien aufhalten, und bei Rüden auf. Der Druck eines solchen Aufpralls verursacht einen Riss im Zwerchfell, so dass ein inneres Organ durch den Riss herausragen kann.

Die Ursache für angeborene Zwerchfellhernien ist nicht bekannt, obwohl bestimmte Rassen eher zu dieser Anomalie neigen. Weimeraners und Cocker Spaniels sind möglicherweise prädisponiert, während Himalayakatzen ebenfalls häufiger angeborene Zwerchfellhernien aufweisen. Bei Tieren, die mit einer Zwerchfellhernie geboren werden, können auch andere Geburtsfehler auftreten, und die Erkrankung kann weitere Probleme wie Rippenbrüche, Organversagen und eine beeinträchtigte Lungenausdehnung verursachen.

Diagnose

Der nützlichste diagnostische Test ist die Verwendung von Röntgenstrahlen (Röntgenaufnahmen), um innere Anomalien aufzudecken. Wenn dies nicht ausreicht, können weitere bildgebende Verfahren wie Ultraschall eingesetzt werden.

Zu den weiteren Symptomen, die zunächst auf einen Zwerchfellbruch hinzuweisen scheinen, gehören Flüssigkeitsansammlungen in der Lungenumgebung oder eine abnorm schnelle Atmung aufgrund anderer Ursachen.

Behandlung

Bei traumatisch bedingten Zwerchfellbrüchen muss der Patient gegen Schock behandelt werden, und es ist unbedingt erforderlich, dass Atmung und Herzfrequenz stabilisiert werden, bevor eine Operation durchgeführt wird. Durch die Operation sollen sowohl die beschädigten Organe als auch der Riss im Zwerchfell repariert werden. Es ist wichtig, dass der Patient vor Beginn der Operation stabil ist, da eine Operation nicht unbedingt zu einer Verbesserung der Herz- oder Atemprobleme führt.

Bei angeborenen Zwerchfellbrüchen sollte die Operation so bald wie möglich durchgeführt werden, um weitere Schäden an den inneren Organen des Tieres zu vermeiden. Auch hier ist es wichtig, dass Atmung und Herzfrequenz vor der Operation stabilisiert werden. Zur Stabilisierung der Herzfrequenz können Medikamente eingesetzt werden.

Leben und Management

Nach Abschluss der Operation muss auf Folgeprobleme geachtet werden. Die Überwachung der Herzfrequenz mit einem Monitor (Elektrokardiograph) ist ratsam, um auf unregelmäßigen Herzschlag zu achten.

Bei einigen Tieren kann es nach der Operation zu einer Hyperthermie, d. h. einer erhöhten Körpertemperatur, kommen. Ein weiteres häufiges Problem sind Schwellungen oder Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge (Lungenödem).

Die meisten Hunde überleben, wenn die Operation erfolgreich verläuft und alle sekundären Auswirkungen unter Kontrolle sind.

Vorbeugung

Es gibt keine Methode, um angeborenen Zwerchfellbrüchen vorzubeugen, obwohl es am besten ist, sie so früh wie möglich zu operieren. Um traumatische Erlebnisse, die Zwerchfellbrüche verursachen können, zu vermeiden, ist es am besten, Ihren Hund von potenziell gefährlichen Bereichen fernzuhalten, z. B. von Straßen, auf denen es zu Autounfällen kommen kann.

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