Hautinfektionen und Verlust der Hautfarbe bei Hunden

Hautinfektionen und Verlust der Hautfarbe bei Hunden

Hautdermatose ist ein allgemeiner medizinischer Begriff, der sich auf verschiedene Arten von bakteriellen Infektionen oder genetischen Erkrankungen der Haut bezieht. Bei einigen Dermatosen handelt es sich um kosmetische Erkrankungen, bei denen die Pigmentierung der Haut und/oder des Haarkleides verloren geht, die aber ansonsten nicht schädlich sind.

Deutsche Schäferhunde beispielsweise neigen zu bakteriellen Hautinfektionen im Bereich der Lefzen, Augenlider und Nasenlöcher. Deutsche Schäferhunde, Collies und Shetland-Schäferhunde neigen zu Lupus, einer Autoimmunerkrankung, bei der der Körper seine eigene Haut und andere Organe angreift, sowie zu diskoidalem Lupus, einer Autoimmunerkrankung, die nur die Haut, meist das Gesicht, betrifft.

Chow-Chows und Akitas sind prädisponiert für eine Autoimmunerkrankung der Haut, die durch Entzündungen mit Krustenbildung und eitrige Läsionen gekennzeichnet ist.

Akitas, Samojeden und Sibirische Huskys neigen zu einem seltenen Syndrom, das eine Entzündung im vorderen Teil des Auges verursacht. Am stärksten betroffen ist die Iris, gleichzeitig kommt es zu einer Entzündung der Haut, die durch einen Pigmentverlust in der Nasen- und Lefzenhaut gekennzeichnet ist.

Bei Dobermannpinschern und Rottweilern kann es zu einer Erkrankung kommen, die durch einen symmetrischen Pigmentmangel der Haut und ein weißes Haarkleid, insbesondere im Gesicht und an der Nase, gekennzeichnet ist. Siberian Huskies, Alaskan Malamutes und Labrador Retriever können einen saisonalen Pigmentverlust in der zähen, haarlosen Haut der Nase aufweisen. Bernhardiner und Riesenschnauzer können von einer Entzündung der Arterien des Nasenphiltrums, der Verbindung zwischen den Seiten der Oberlippe und der Nase, betroffen sein.

Symptome und Arten

  • Weißes Haar (bekannt als Leukotrichie)
  • Teilweises oder vollständiges Fehlen von Pigmenten in der Haut (Leukodermie)
  • Rötung der Haut (als Erythem bezeichnet)
  • Verlust der oberen Hautoberfläche (je nach Tiefe des Gewebeverlusts als Erosion oder Ulzeration bezeichnet)

Ursachen

  • Bakterielle Hautinfektionen; die am häufigsten betroffenen Bereiche sind:
    • Lippen
    • Augenlider
    • Nasenlöcher

    Diagnose

    Ihr Tierarzt wird Ihren Hund gründlich untersuchen und dabei die Vorgeschichte der Symptome und mögliche Auslöser berücksichtigen, z. B. ob Ihr Hund vor kurzem eine Infektion erlitten hat. Sie müssen eine gründliche Anamnese über den Gesundheitszustand Ihres Hundes und das Auftreten der Symptome erheben. Ihr Tierarzt wird ein chemisches Blutprofil, ein komplettes Blutbild, eine Elektrolytanalyse und eine Urinuntersuchung anordnen. Blutproben können auf Autoimmunfaktoren untersucht werden.

    Im Rahmen der körperlichen Untersuchung Ihres Hundes entnimmt Ihr Tierarzt Hautproben und Hautabschabungen, die er für Bakterien- und Pilzkulturen an ein Labor schickt. Zeigt die Hautbiopsie, dass sich die Hautzellen voneinander trennen (akantholytisch), ist dies ein Hinweis auf Pemphigus. Eine direkte Immunfluoreszenz von Hautproben mit Fluoreszenzfarbstoffen kann ebenfalls zum Nachweis von Antikörpern verwendet werden. Ihr Tierarzt kann auch Flüssigkeitsproben aus den Gelenken Ihres Hundes entnehmen, um sie auf Lupus zu untersuchen.

    Behandlung

    Sofern Ihr Hund nicht an einer durch Lupus verursachten multiplen Organfunktionsstörung leidet, kann die Behandlung ambulant erfolgen. Antibiotika werden von Ihrem Tierarzt verschrieben, wenn eine bakterielle oder Pilzinfektion vorliegt. Bei Autoimmunkrankheiten werden häufig immunsuppressive Medikamente verschrieben. Wenn die Augen Ihres Hundes betroffen sind, wird Ihr Tierarzt Sie möglicherweise an einen Veterinäraugenarzt überweisen. Sofern Ihr Tierarzt nicht ausdrücklich topische Medikamente oder Salben für Ihr Haustier verschrieben hat, sollten alle Präparate vermieden werden.

    Leben und Management

    Sie müssen Ihren Hund vor der Sonne schützen, wenn bei ihm systemischer Lupus erythematodes, diskoider Lupus erythematodes oder Pemphigus erythematodes diagnostiziert wurde. Sie können einen wasserfesten Sonnenschutz mit einem Lichtschutzfaktor von mehr als 30 auf die depigmentierten Hautpartien Ihres Hundes auftragen, wenn Sie mit ihm spazieren gehen oder sich tagelang in der Sonne aufhalten. Wenn Ihr Hund mit Plastik- oder Gummigeschirr in Berührung kommt (vor allem, wenn das Geschirr aufgeraute Kanten hat, die Abschürfungen verursachen können), muss es ausgetauscht werden.

    Wenn sich der Hautzustand Ihres Hundes verschlimmert, müssen Sie sich an Ihren Tierarzt wenden, da dies ein Hinweis auf eine ernsthaftere Ursache sein kann, wie z. B. eine sich ausbreitende Infektion. Ihr Tierarzt wird je nach Bedarf Folgetermine zur Überwachung der Hauterkrankung Ihres Hundes ansetzen. Bei Tieren, die immunsuppressive Medikamente (zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen) einnehmen, sollten regelmäßig Blutuntersuchungen durchgeführt werden.

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