Haut- und Zehenkrebs (Melanozytose) bei Hunden

Melanozytentumore sind gutartige oder krebsartige Wucherungen, die aus Melanozyten (pigmentproduzierende Hautzellen) und Melanoblasten (melaninproduzierende Zellen, die sich zu Melanozyten entwickeln oder zu ihnen heranreifen) entstehen. Diese Tumore scheinen keine genetische Grundlage zu haben; allerdings scheinen Rüden, insbesondere Scottish Terrier, Boston Terrier, Airedale Terrier, Cocker Spaniels, Boxer, English Springer Spaniels, Irish Setter, Irish Terrier, Chow Chows, Chihuahuas, Schnauzer und Dobermannpinscher, eine Vorliebe für diese Erkrankung zu haben. Hunde, die 10 Jahre oder älter sind, sind ebenfalls anfälliger für melanozytäre Tumore.

Darüber hinaus können melanozytäre Tumore sowohl bei Hunden als auch bei Katzen auftreten. Wenn Sie mehr über diese Erkrankung bei Katzen erfahren möchten, besuchen Sie bitte diese Seite in der PetMD-Gesundheitsbibliothek.

Symptome und Arten

Melanozytentumore können überall am Körper eines Hundes auftreten, am häufigsten jedoch im Gesicht, am Rumpf, an den Füßen und am Hodensack. Je nach Lage der Läsion können sie pigmentiert oder unpigmentiert sein. Außerdem können sich die Lymphknoten in der Nähe der betroffenen Stelle vergrößern.

Diese Wucherungen können sich langsam oder schnell entwickeln, aber in fortgeschrittenen Stadien der Krankheit kann der Hund aufgrund der Ausbreitung des Krebses in die Lunge Schwierigkeiten beim Atmen haben oder raue Lungengeräusche von sich geben. Wenn die Wucherungen auf eine Gliedmaße übergegriffen haben, kann der Hund lahm erscheinen oder Schwierigkeiten beim Gehen haben.

Ursachen

Die Ursache von Melanozytentumoren bei Hunden ist derzeit nicht bekannt.

Diagnose

Eine Zelluntersuchung und spezielle Färbungen können das amelanotische Melanom von schlecht differenzierten Mastzelltumoren, Lymphomen und Karzinomen unterscheiden. Ihr Tierarzt kann die betroffene Stelle auch röntgen, um festzustellen, ob der darunter liegende Knochen geschädigt ist, insbesondere wenn es sich um eine Zehe (oder einen Finger) handelt.

Behandlung

Je nach Schwere und Lage des Tumors muss Ihr Tierarzt ihn möglicherweise chirurgisch entfernen. Er kann auch eine Chemotherapie empfehlen, wenn die chirurgische Entfernung unvollständig ist oder wenn der Krebs auf andere lebenswichtige Organe übergegriffen hat.

Leben und Behandlung

Da die frühzeitige Erkennung eines Rezidivs von entscheidender Bedeutung ist, wird Ihr Tierarzt regelmäßige Nachuntersuchungen nach der Operation empfehlen (alle drei Monate für 24 Monate). Es ist jedoch wichtig, dass Sie den Hund sofort wieder zum Tierarzt bringen, wenn Sie den Verdacht haben, dass die Masse zurückgekehrt ist.

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