Harnwege / Nierensteine (Zystin) bei Hunden

Urolithiasis ist ein medizinischer Begriff, der sich auf das Vorhandensein von Kristallen oder Steinen in den Harnwegen bezieht. Wenn die Steine aus Cystin bestehen – einer normalen Verbindung, die im Körper vorkommt – werden sie als Cystinsteine bezeichnet. Diese Steine können auch in den Nieren und in den Röhren, die die Nieren mit der Blase des Tieres verbinden (Harnleiter), vorkommen.

Urolithiasis betrifft sowohl Hunde als auch Katzen und tritt vor allem bei erwachsenen Tieren auf. Was die Hunderassen anbelangt: Dackel, Englische Bulldoggen, Neufundländer, Staffordshire Bullterrier und Welsh Corgi Dogs sind anfälliger für Zystinsteine. Andererseits weisen Siamesen und Hauskatzen die höchste Wahrscheinlichkeit für Steinbildung bei Katzen auf.

In den meisten Fällen können die Steine ohne Operation aufgelöst und entfernt werden, so dass die Prognose für das Tier positiv ist.

Symptome und Arten

Zu den typischen Symptomen gehören eine erhöhte Häufigkeit des Wasserlassens (Pollakisurie), Schwierigkeiten oder Schmerzen beim Wasserlassen (Dysurie) und ein abnormaler Urinfluss (postrenale Urämie).

Ursachen

Die genaue Ursache für Urolithiasis ist derzeit nicht bekannt. Bei einigen Tieren hat jedoch die Unfähigkeit, Proteine oder Aminosäuren zu verarbeiten, zur Entstehung von Cystinsteinen geführt.

Diagnose

Häufig werden Ultraschall- und Röntgenuntersuchungen durchgeführt, um die Größe, Form und Lage der Steine zu bestimmen, damit der Tierarzt ein geeignetes Behandlungsschema festlegen kann. Auch ein Urintest kann das Vorhandensein von Steinen nachweisen.

In einigen Fällen wird ein Endoskop mit einer Kamera am Ende (Urethraskop) verwendet, um das Innere der Harnwege auf Anomalien zu untersuchen.

Behandlung

Der Tierarzt wird in der Regel Behandlungsmöglichkeiten wie eine spezielle Diät und Medikamente – N-(2-Mercaptopropionyl)glycin (2-MPG) – empfehlen, um die Steine ohne Operation zu reduzieren und zu beseitigen.

Leben und Management

Befolgen Sie alle empfohlenen Ernährungsumstellungen und nehmen Sie die verordneten Medikamente ein. Dies wird dazu beitragen, ein erneutes Auftreten der Steine zu verhindern. Es ist außerdem wichtig, das Tier erneut in die Tierarztpraxis zu bringen, um sicherzustellen, dass die Steine erfolgreich aufgelöst wurden.

Vorbeugung

Derzeit sind keine vorbeugenden Maßnahmen für diese Erkrankung bekannt.

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