Genesung nach einer Hunde-Kastration: Was zu erwarten ist

Bei der Kastration oder dem “Fixieren” Ihres Hundes handelt es sich um ein Verfahren zur chirurgischen Sterilisation von Hündinnen. Nach der Kastration kann Ihre Hündin nicht mehr schwanger werden. Die meisten Tierheime kastrieren Ihre Hündin standardmäßig, bevor sie zu Ihnen nach Hause kommen kann.

Die Kastration Ihres Hundes hat mehrere Vorteile. Die Kastration kann helfen, Gebärmutterentzündungen zu verhindern, das Risiko von Brustkrebs zu verringern, ungewollte Trächtigkeit zu vermeiden und die mit der Läufigkeit einhergehenden Verhaltensweisen zu unterbinden. Es ist zwar möglich, eine Hündin zu kastrieren, wenn sie läufig ist, aber die Kastration ist dann ein viel riskanterer Eingriff. Das Gewebe ist empfindlicher und anfälliger für Risse und Blutungen. Die meisten Tierärzte ziehen es vor, dies nach Möglichkeit nicht zu tun.

In welchem Alter eine Hündin am besten kastriert werden sollte, hängt von mehreren Faktoren ab; diese Entscheidung sollte in Zusammenarbeit mit Ihrem Tierarzt getroffen werden. Zu diesen Faktoren gehören Ihre Umgebung (gibt es intakte Rüden zu Hause, und ist die Zucht unerwünscht?), die genetische Veranlagung für bestimmte Krankheiten und medizinische Probleme. Auch die Größe Ihres Hundes spielt eine Rolle (große oder kleine Rasse).

Wie werden Hunde kastriert?

Die Kastration kann auf verschiedene Weise durchgeführt werden. Der häufigste Eingriff ist die sogenannte Ovariohysterektomie. Dabei werden die Gebärmutter und die Eierstöcke entfernt. Manche Tierärzte führen auch eine so genannte Ovarektomie durch, bei der nur die Eierstöcke und der dazugehörige Teil der Gebärmutter entfernt werden.

Ovariohysterektomie: Entfernung von Gebärmutter und Eierstöcken

Ihr Tierarzt wird einen Bauchschnitt an der Unterseite des Bauches Ihrer Hündin vornehmen, direkt um oder unter dem Bauchnabelbereich. Der Einschnitt kann klein oder groß sein. Die Eierstöcke und die Gebärmutter werden entfernt, und die Nähte werden von innen gesetzt.

Bei diesem Eingriff müssen große Blutgefäße mit Nähten verschlossen werden. Auf dem Bauch können die Fäden resorbierbar sein oder unter der Haut verlegt werden, ohne dass eine Entfernung erforderlich ist. Zum Verschließen des Bauches können auch Stiche in die Haut gesetzt werden, die dann entfernt werden müssen. Wenn die Hautnähte von Ihrem Tierarzt entfernt werden müssen, geschieht dies 10-14 Tage nach der Operation.

Ovariektomie: Nur Entfernung der Eierstöcke

Die Ovariektomie kann ähnlich wie die Ovariohysterektomie durch Schnitte im Bauch des Hundes durchgeführt werden. Dieser Eingriff kann auch von speziell ausgebildeten Tierärzten mit Hilfe eines Laparoskops durchgeführt werden. Bei der laparoskopischen Operation werden einige kleine Schnitte im Bauch vorgenommen. Bei dem Eingriff werden die Eierstöcke und nur das eng mit ihnen verbundene Gebärmuttergewebe entfernt.

Dieser Eingriff wird zwar nicht so häufig durchgeführt wie eine Ovariohysterektomie, führt aber dennoch zu einer chirurgischen Sterilisation und kann das Risiko für Brust- und Eierstockkrebs verringern. Gebärmutterkrebs ist jedoch weiterhin möglich, da Ihre Hündin weiterhin eine Gebärmutter hat.

Checkliste für die Genesung nach der Kastration von Hunden

Verwenden Sie diese Checkliste für die Pflege nach der Kastration Ihres Hundes.

Wenn Sie eines der folgenden Symptome feststellen, rufen Sie sofort Ihren Tierarzt an, da dies Anzeichen für eine chirurgische Komplikation sein könnten:

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