Gebärmuttertumor bei Hunden

Gebärmuttertumore bei Hunden sind in der Regel gutartig (nicht streuend) und nicht krebsartig. Gebärmuttertumore kommen selten vor und betreffen in der Regel Hündinnen mittleren bis höheren Alters, die nicht kastriert wurden. Diese Tumore entstehen aus der glatten Muskulatur und dem Epithelgewebe der Gebärmutter – den Geweben, die die inneren Organe und Hohlräume auskleiden. Am häufigsten sind Hunde von Leiomyomen betroffen, einer gutartigen glatten Muskelmasse (Neoplasma); 85 bis 90 Prozent der Gebärmuttertumoren sind von dieser Art. Glücklicherweise haben nur 10 Prozent der Hunde die bösartige Form des Leiomyosarkoms.

Symptome und Arten

Obwohl es oft keine Anzeichen für die Krankheit gibt, können Hunde mit dieser Art von Tumoren folgende Symptome aufweisen:

  • Vaginaler Ausfluss
  • Pyometra (Infektion, Eiter in der Gebärmutter)
  • Unfruchtbarkeit

Ursachen

Diese Art von Tumor betrifft in der Regel weibliche Hunde, die nicht kastriert wurden.

Diagnose

Sie müssen eine gründliche Anamnese über den Gesundheitszustand Ihres Hundes und das Auftreten der Symptome erheben. Ihr Tierarzt führt eine gründliche körperliche Untersuchung Ihres Hundes durch und berücksichtigt dabei die Vorgeschichte der Symptome und mögliche Erkrankungen, die zu diesem Zustand geführt haben könnten. Es wird ein vollständiges Blutprofil erstellt, einschließlich eines chemischen Blutprofils, eines vollständigen Blutbildes, einer Urinanalyse und eines Elektrolytbildes, um andere Krankheiten auszuschließen.

Es werden Röntgenaufnahmen des Brustkorbs angefertigt, um zu prüfen, ob sich der Krebs ausgebreitet hat, und Röntgenaufnahmen des Abdomens, um eine mögliche abdominale Masse zu erkennen. Ein Ultraschall bietet eine noch höhere visuelle Sensitivität und kann bei der Untersuchung des Abdomens eine Gebärmuttermasse aufdecken. Mit einer Computertomographie (CT) und/oder einer Magnetresonanztomographie (MRT) lässt sich eine Wucherung noch genauer darstellen und die Ausbreitung des Krebses im Körper am genauesten erkennen.

Bei Flüssigkeitsansammlungen im Bauchraum sollte eine Flüssigkeitsprobe entnommen und zur Analyse an ein Labor geschickt werden. Für eine endgültige Diagnose ist eine zelluläre Untersuchung einer aus dem Tumor entnommenen Biopsie erforderlich.

Behandlung

Die ideale Behandlung ist die Kastration des Hundes. Doxorubicin, Cisplatin, Carboplatin und Epirubicin sind jedoch die sinnvollsten Chemotherapeutika zur Behandlung von Gebärmutterkrebstumoren und deren Ausbreitung. Wenn Ihre Hündin eine Gebärmutterinfektion, wie z. B. Pyometra, hat, wird Ihnen Ihr Arzt die entsprechenden Medikamente zur Behandlung der Infektion verschreiben. Häufig besteht die Behandlung der Pyometra in der chirurgischen Entfernung der Gebärmutter oder der Kastration.

Leben und Behandlung

Wenn der Gebärmuttertumor bösartig ist, wird Ihr Tierarzt alle drei Monate Kontrolltermine ansetzen, um zu prüfen, ob sich der Krebs ausgebreitet hat, und die Therapie gegebenenfalls anzupassen. Vor jeder Chemotherapie wird eine vollständige Blutuntersuchung durchgeführt. Wenn der Gebärmuttertumor gutartig ist, ist eine Operation (Kastration) in der Regel heilend. Ihr Tierarzt wird je nach dem allgemeinen Gesundheitszustand Ihrer Hündin Kontrolluntersuchungen ansetzen, aber solange keine Grunderkrankung vorliegt, sollte Ihre Hündin ein normales Leben führen können.

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