Für Schüttelprobleme prädisponierte Hunderassen

Für Zitterprobleme prädisponierte Hunderassen

Einige Hunderassen sind dafür bekannt, dass sie Probleme mit Zittern und Zittrigkeit haben. Manchmal beschränkt sich das Zittern auf eine bestimmte Körperregion, in anderen Fällen kann der ganze Körper des Hundes zittern. Das Zittern kann mit normalen hündischen Verhaltensweisen und physiologischen Reaktionen zusammenhängen, es kann aber auch ein Anzeichen für einen möglicherweise ernsten Gesundheitszustand sein. Wie können Besitzer bei all diesen Unterschieden erkennen, wann das Zittern ein Problem darstellt? Ein guter erster Schritt ist es, sich darüber zu informieren, was gesunde Hunde zum Zittern bringen kann und welche Krankheiten bestimmte Hunderassen befallen.

Häufige Ursachen des Zitterns bei Hunden

Bei Hunden kann man davon ausgehen, dass sie in bestimmten Situationen zittern. Manche können nicht ruhig sein, wenn sie aufgeregt sind. Wenn sie nicht in der Lage sind, zu rennen und zu springen, zittern sie einfach vor Freude. Auch Angst kann bei Hunden Zittern auslösen. Solange die Umstände, die die ängstliche Reaktion auslösen, angemessen und von kurzer Dauer sind (z. B. wenn jemand plötzlich einen Regenschirm aufspannt), ist das Zittern kein Grund zur Sorge. Wenn die Angst jedoch zu einem immer wiederkehrenden Problem wird, das die Lebensqualität des Hundes erheblich beeinträchtigt, sollte sie behandelt werden.

Niedrige Temperaturen können jeden zum Zittern bringen, aber manche Hunde frieren schneller als andere. Kleine Hunde haben ein größeres Verhältnis von Oberfläche zu Volumen. Mit anderen Worten, kleinere Hunde haben relativ mehr Haut, über die sie Wärme abgeben können, als große Hunde. Auch dünne, ältere oder sehr junge Hunde, kranke Hunde oder Hunde mit kurzem, schütterem Fell sind in der Regel sehr kälteempfindlich.

Shaker-Syndrom

Kleine, weiße Hunderassen wie Malteser und West Highland White Terrier haben ein überdurchschnittlich hohes Risiko für eine Erkrankung, die als erworbenes Zitter-Syndrom bekannt ist. Die Krankheit wird manchmal sogar als Shaker-Syndrom bei kleinen weißen Hunden bezeichnet, obwohl sie auch bei Hunden mit beliebiger Fellfarbe diagnostiziert wurde. Die Symptome treten in der Regel bei jungen Hunden auf, die weniger als 35 Pfund wiegen.

Hunde mit dieser Krankheit können ein leichtes Zittern haben, das nur einen Teil des Körpers betrifft, oder das Zittern kann so allgemein und stark sein, dass es dem Hund schwerfällt, zu laufen. Häufig verschlimmert sich das Zittern bei Aktivität und Aufregung und bessert sich, wenn der Hund sich ausgeruht hat. Es können auch andere neurologische Probleme auftreten.

In den meisten Fällen führt eine Behandlung mit relativ hohen Dosen des Medikaments Prednison zu einer raschen Besserung des Zitterns des Hundes. Die Patienten können dann im Laufe von vier bis sechs Monaten von dem Medikament abgesetzt werden. Wenn das Zittern eines Hundes besonders stark ist, können weitere Medikamente und unterstützende Maßnahmen erforderlich sein.

Shaking-Puppy-Syndrom

Mehrere Hunderassen haben eine genetische Veranlagung für die Entwicklung von Anomalien, die die Nerven im Rückenmark betreffen, darunter:

  • Berner Sennenhunde
  • Chow-Chows
  • Englische Springer Spaniels
  • Ratten-Terrier
  • Samojeden
  • Weimaraner

Die daraus resultierende Erkrankung wird häufig unter dem Oberbegriff “Shaking-Puppy-Syndrom” zusammengefasst. Normalerweise treten die Symptome innerhalb weniger Wochen nach der Geburt der Welpen auf. Zu den klinischen Anzeichen gehört ein Zittern des Kopfes und des Körpers, das sich bei Aktivität und Aufregung oft verschlimmert und bei Ruhe besser wird. Betroffene Welpen können auch eine ungewöhnliche Art zu stehen haben und Schwierigkeiten beim Laufen und Fressen. Die Symptome reichen von leicht bis schwer.

Bei einigen Arten (Weimaraner, Chow-Chows und Rattenterrier) bessert sich das Zittern typischerweise im Laufe einiger Monate, und viele Tiere bewegen sich normal, sobald sie ausgewachsen sind. Das Zittern bei betroffenen Berner Sennenhunden bleibt oft bestehen, hat aber keine nennenswerten Auswirkungen auf die Lebensqualität. English Springer Spaniels und Samojeden neigen anfangs zu einem leichteren Zittern, das sich mit der Zeit verschlimmert. Für Weimaraner gibt es einen Gentest, der bei Zuchtentscheidungen hilfreich sein kann.

Kopfzittern bei Hunden

Dobermannpinscher und Englische Bulldoggen sind gefährdet, Kopfzittern zu entwickeln. Betroffene Hunde sehen aus, als würden sie “ja” nicken oder “nein” schütteln. Das Zittern kann ohne ersichtlichen Grund beginnen und wieder aufhören, ist aber in der Regel nicht schwerwiegend genug, um die Lebensqualität des Tieres stark zu beeinträchtigen. Das Zittern kann schlimmer sein, wenn der Hund sich ausruht, und sich dann wieder bessern, wenn der Hund sich konzentriert. Die Ursache des Kopfzitterns bei Englischen Bulldoggen ist noch nicht geklärt, bei Dobermannpinschern wird jedoch eine genetische Abweichung vermutet. Bei etwa der Hälfte der betroffenen Bulldoggen bildet sich das Zittern mit der Zeit zurück.

Andere Ursachen für das Zittern bei Hunden

Natürlich können Hunde auch aus anderen als den hier aufgeführten Gründen zittern oder beben. So können beispielsweise Infektionen, Toxine, altersbedingte Veränderungen, Stoffwechselstörungen (z. B. ein niedriger Zucker- oder Kalziumspiegel), hormonelle Störungen, Krampfanfälle und Erkrankungen des Kleinhirns (Teil des Gehirns) das Zittern von Hunden verursachen. Hunde mit unerklärlichem Schütteln oder Zittern sollten von einem Tierarzt untersucht werden.

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