Flüssigkeit im Brustkorb (Pleuraerguss) bei Hunden

Flüssigkeit im Brustkorb (Pleuraerguss) bei Hunden

Ein Pleuraerguss ist eine abnormale Ansammlung von Flüssigkeit in der Brusthöhle (die von einer Membran oder Pleuraschicht ausgekleidet ist). Dies geschieht entweder, weil zu wenig Flüssigkeit in der Pleurahöhle absorbiert wird, oder weil zu viel Flüssigkeit in der Pleurahöhle produziert wird.

Veränderungen des Blutdrucks und des Eiweißgehalts im Blut des Hundes oder der Durchlässigkeit der Blutgefäße und der Lymphfunktion können zur Flüssigkeitsansammlung beitragen.

Pleuraergüsse können sowohl Hunde als auch Katzen betreffen. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie diese Krankheit Katzen betrifft, besuchen Sie bitte diese Seite in der PetMD-Gesundheitsbibliothek.

Symptome und Arten

  • Husten
  • Schwierige Atmung
  • Erhöhte Atemfrequenz
  • Der Hund legt sich in ungewöhnliche Positionen, um die Atmung zu erleichtern
  • Atmung mit offenem Maul
  • Bläuliche bis violette Farbe der Haut
  • Intoleranz gegenüber körperlicher Anstrengung
  • Mangel an Energie

Verursacht

  • Hoher hydrostatischer Druck (Flüssigkeit)
  • Niedriger onkotischer Druck: Unfähigkeit der Blutplasmaproteine, Wasser in das Kreislaufsystem zu ziehen, was zu einer übermäßigen Flüssigkeitsansammlung (Ödem) führt
  • Vaskuläre oder lymphatische Anomalien: Störungen in den Gefäßen und/oder Kanälen, die Flüssigkeiten transportieren
  • Brustkorb gefüllt mit Lymphflüssigkeit, vermischt mit Lipiden (Fettpartikeln)
  • Lymphangiektasie (Erweiterung der Lymphgefäße)
  • Zwerchfellhernie: Durchtritt einer Darmschlinge durch ein anormales Loch im Zwerchfellmuskel (der die Brusthöhle von der Bauchhöhle trennt)
  • Verstopfung der Hohlvene (die große Vene, die aus dem unteren Teil des Körpers in das Herz mündet)
  • Krebs in der Brusthöhle
  • Blut in der Brusthöhle
  • Trauma in der Brusthöhle
  • Torsion (Verdrehung) eines Lungenflügels
  • Blutgerinnsel in der Lunge
  • Infektion: bakteriell, viral oder pilzbedingt
  • Hypoalbuminämie: abnorm niedrige Werte des Bluteiweißes Albumin
  • Eiweißverlierende Enteropathie (Darmerkrankung)
  • Eiweißverlierende Nephropathie (Nierenerkrankung)
  • Lebererkrankung
  • Überwässerung
  • Blutungsstörung

Diagnose

Ihr Tierarzt wird eine vollständige körperliche Untersuchung mit einem chemischen Blutprofil, einem vollständigen Blutbild, einer Urinanalyse und einer Elektrolytanalyse durchführen. Die Blutanalyse ist das wichtigste Diagnoseinstrument, um die Ursache für den Pleuraerguss zu finden.

Sie müssen eine gründliche Anamnese des Gesundheitszustands Ihres Hundes erheben, einschließlich einer Vorgeschichte der Symptome und möglicher Vorfälle, die diesem Zustand vorausgegangen sein könnten. Die Anamnese gibt Ihrem Tierarzt Aufschluss darüber, welche Organe an der Flüssigkeitsansammlung beteiligt sein könnten.

Eine Probe der Pleuraflüssigkeit, die durch Anstechen der Brusthöhle des Hundes mit einer Nadel gewonnen wurde, wird zur Analyse an das Labor geschickt. Anhand der Art der entnommenen Pleuraflüssigkeit kann Ihr Tierarzt die Ursache des Pleuraergusses diagnostizieren. Röntgen- und Ultraschalluntersuchungen der Brusthöhle sind ebenfalls sehr hilfreich bei der Analyse der ursächlichen Faktoren.

Behandlung

Die erste Behandlung besteht darin, die Atemnot zu lindern, indem mit einer Nadel Flüssigkeit aus der Brusthöhle abgesaugt wird. Die anschließende Behandlung hängt von der endgültigen Ursache ab, die Ihr Tierarzt diagnostizieren kann. Übliche Behandlungsmethoden sind das Einsetzen von Thoraxdrainagen, thoraxchirurgische Eingriffe und pleuroperitoneale Shunts (Ableitung von Pleuraflüssigkeit). Bei einem pleuroperitonealen Shunt legt der Tierarzt einen Katheter in die Brusthöhle, um die Flüssigkeit in die Bauchhöhle zu leiten.

Leben und Behandlung

Ihr Tierarzt wird je nach Bedarf Folgetermine mit Ihnen vereinbaren, um die Grunderkrankung Ihres Tieres zu behandeln, sofern eine solche vorliegt. Die Prognose ist in der Regel verhalten bis schlecht, obwohl sich einige Hunde vollständig erholen können.

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