Ernährungsbedürfnisse älterer Hunde

Wenn unsere Hunde älter werden, machen sie eine Menge bedeutender körperlicher Veränderungen durch. Auch ihr Nährstoffbedarf ändert sich. Die Art und Weise, wie der Körper Energie verbraucht, ändert sich ebenso wie die Menge der zur Energiegewinnung benötigten Stoffe. Dieser Prozess, der als Stoffwechsel bezeichnet wird, verlangsamt sich vor allem bei Hunden, so dass der Bedarf an Fett und Kalorien sinkt.

Das mangelnde Wissen im Bereich der Tierphysiologie hat dazu geführt, dass viele Tierhalter ihre alternden Hunde unwissentlich überfüttern, was zu einer wachsenden Zahl übergewichtiger und fettleibiger Hunde und den damit verbundenen Krankheiten geführt hat.

Der Zusammenhang zwischen Gesundheit und Krankheit

Ältere Hunde haben bereits ein höheres Risiko, an Nieren- und Herzerkrankungen, Diabetes, Arthritis und verschiedenen Krebsarten zu erkranken. Auch das Immunsystem wird mit zunehmendem Alter schwächer, so dass ältere Hunde ein höheres Risiko für Infektionen und eine verlangsamte Heilung aufweisen. Bei einigen Hunden gibt es eine genetische Veranlagung, die sie für Krankheiten prädisponiert. Um die Auswirkungen dieser Krankheiten zu bekämpfen oder zumindest abzumildern, gibt es Futtermittel, die speziell für Haustiere mit besonderen Bedürfnissen entwickelt wurden.

Ältere nierenkranke Hunde erhalten zum Beispiel hochverdauliche Proteine, herzkranke Hunde werden mit natriumarmer Nahrung gefüttert. Tiere, die Probleme mit der Gehirnfunktion entwickelt haben, können von der Zugabe bestimmter Antioxidantien zu ihrer täglichen Nahrung profitieren; und Krebspatienten profitieren oft von der Zugabe von Omega-3-Fettsäuren zusammen mit zusätzlichen Antioxidantien in ihrer Nahrung.

Je nach Gesundheitszustand Ihres Hundes kann eine sofortige Umstellung der Ernährung erforderlich sein, um das Fortschreiten einer Krankheit zu stoppen, die bereits aufgetreten ist. Selbst wenn die Krankheit nicht vollständig beseitigt werden kann, lassen sich durch eine Ernährungsumstellung häufig die schwereren Auswirkungen der Krankheit verringern. Lebensmittel mit hochverdaulichen Fetten, Proteinen und Kohlenhydraten können einen großen Unterschied machen, da sie leichter aufgenommen werden, das Verdauungssystem weniger belasten und der Körper seine Energiereserven besser ausgleichen kann.

Die Aufrechterhaltung der Stärke des alternden Immunsystems ist ebenfalls eine Priorität, und dies kann durch die Zugabe von Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren in der Ernährung erreicht werden – beide sind dafür bekannt, dass sie die Immunität stärken und die Heilungsfähigkeit des Körpers verbessern.

Selbst wenn Ihr Hund nicht an einer Krankheit leidet, sind solche Veränderungen ein praktisches Mittel zur Krankheitsvorbeugung. Lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt beraten, damit Sie die Ernährung Ihres Hundes auf seine spezifischen körperlichen Bedürfnisse abstimmen können.

Kontrolluntersuchungen sind in jedem Alter wichtig

Da Sie die Gesundheit Ihres Hundes erhalten wollen, ist es wichtig, daran zu denken, dass tierärztliche Untersuchungen immer noch so wichtig sind wie zu der Zeit, als Ihr Tier noch klein und unerfahren war. Durch die Überwachung der Organfunktionen Ihres Hundes kann Ihr Tierarzt feststellen, ob mit zunehmendem Alter eine spezielle Diät für Ihr Tier erforderlich ist. Aber abgesehen von der Ernährung kann die jährliche Untersuchung die ersten Symptome einer drohenden Krankheit aufdecken, bevor sie für Sie offensichtlich wird, und Ihnen langfristig Geld und Kummer ersparen.

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