Eiweißablagerungen im Körper des Hundes

Bei der Amyloidose lagert sich eine wachsartige, durchscheinende Substanz, die hauptsächlich aus Eiweiß besteht, in den Organen und Geweben des Hundes ab, wodurch die normalen Funktionen beeinträchtigt werden. Diese Substanz wird als Amyloid bezeichnet. Ein längeres Übermaß an diesem Zustand kann zu Organversagen führen. Am häufigsten sind die Nieren und die Leber betroffen, aber Amyloid-Ablagerungen können auch in anderen Organen auftreten und verschiedene Ursachen haben. Es herrscht Uneinigkeit darüber, ob Amyloid den krankhaften Zustand verursacht oder ob es sich in den Organen als Folge einer bereits bestehenden Erkrankung ablagert.

Bei Hunden stehen die klinischen Symptome in der Regel im Zusammenhang mit Amyloidablagerungen in den Nieren. Eine genetische Veranlagung wurde bisher nicht festgestellt, aber es ist bekannt, dass familiäre Amyloidose bei Chinesischen Shar-Peis, Beagles und Englischen Foxhounds auftritt. Die für diese Krankheit prädisponierten Rassen sind: Chinesischer Shar Pei, Beagles, Collies, Englische Foxhounds, Pointer und Walker Hounds. Hunde, die älter als fünf Jahre sind, und weibliche Hunde haben ein etwas höheres Risiko als Rüden.

Symptome und Arten

Da sich Amyloid in verschiedenen Organen ablagern kann, können die Symptome je nach dem Organ, in dem sich das Amyloid abgelagert hat, unterschiedlich sein. Die Symptome hängen auch von der Menge des abgelagerten Amyloids und der Reaktion des Organs auf die Amyloidablagerung ab. Bei Hunden ist das häufigste Organ, in dem Amyloidablagerungen zu beobachten sind, die Niere. Bei Chinesischen Scharfhunden kann jedoch auch die Leber betroffen sein. Im Folgenden sind einige der Symptome aufgeführt, die bei Hunden mit Amyloidose auftreten:

  • Schlechter Appetit
  • Schwäche
  • Lethargie
  • Erhöhter Durst und vermehrtes Wasserlassen
  • Gewichtsabnahme
  • Erbrechen
  • Durchfall (ungewöhnlich)
  • Aszites (Flüssigkeitsansammlung im Bauchraum)
  • Ödeme an verschiedenen Körperstellen, insbesondere in den Gliedmaßen
  • Fieber
  • Schwellung der Gelenke
  • Dehydrierung
  • Gelbsucht (im Falle einer Leberbeteiligung)

Auslöser

  • Chronische Infektionen
  • Chronische Entzündungen
  • Parasitäre Infektionen
  • Immunvermittelte Krankheiten
  • Systemischer Lupus erythematosus (SLE)
  • Neoplasie (Tumor)
  • Familiär bedingt (z. B. beim Chinesischen Shar Pei, Beagle und Englischen Foxhound)

Diagnose

Sie müssen eine gründliche Anamnese des Gesundheitszustands Ihres Hundes erheben, einschließlich der Vorgeschichte und des Auftretens der Symptome. Ihr Tierarzt wird eine ausführliche körperliche Untersuchung durchführen, einschließlich eines Blutbildes, eines chemischen Blutprofils, eines kompletten Blutbildes und einer Urinanalyse. Diese Tests können Aufschluss über die Organfunktion geben und wichtige Informationen über Komplikationen liefern, die aufgrund dieser Krankheit auftreten. Urinuntersuchungen sind wichtig, wenn die Nieren durch Amyloidablagerungen beeinträchtigt werden. Ihr Tierarzt wird auch Röntgenbilder anfertigen und Ultraschalluntersuchungen durchführen, um die strukturellen Merkmale der Nieren zu bestimmen und festzustellen, wo die Anomalien liegen. In den meisten Fällen wird die Diagnose durch die Untersuchung von Gewebe, das bei einer Nierenbiopsie entnommen wurde, bestätigt.

Behandlung

Wenn Ihr Hund ein chronisches Nierenproblem hat und an Nierenversagen leidet, wird Ihr Tierarzt eine Einweisung in die Klinik empfehlen, um die Dehydrierung zu beheben und den Hund zu stabilisieren. Wenn eine zugrundeliegende Ursache gefunden wird, wird diese entsprechend behandelt. Patienten mit Nierenversagen müssen über einen langen Zeitraum hinweg umfassend medizinisch behandelt und betreut werden. Ihr Tierarzt wird einen Therapieplan für Ihren Hund aufstellen und je nach Schwere der Erkrankung und dem Vorhandensein anderer Krankheiten oder Komplikationen Medikamente verschreiben.

Leben und Behandlung

Diese Krankheit ist von Natur aus progressiv und kann eine lange Behandlungsdauer erfordern. Die meisten Tiere kehren zu normaler Aktivität zurück, müssen aber möglicherweise auf eine spezielle, von Ihrem Tierarzt empfohlene Diät gesetzt werden, insbesondere wenn die Nieren betroffen sind. Geben Sie Ihrem Hund keine Medikamente, ohne vorher Ihren Tierarzt zu konsultieren, da die meisten Medikamente eine normale Nierenfunktion benötigen, um aus dem Körper ausgeschieden werden zu können. Da der Verdacht besteht, dass diese Erkrankung familiär bedingt ist, sollten Sie mit den betroffenen Tieren nicht züchten, da das Merkmal an künftige Generationen weitergegeben werden kann.

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