Diese gemeinnützige Organisation hilft Pitbull-Hunden und den Menschen, die sie lieben

Diese gemeinnützige Organisation hilft Pitbull-Hunden und den Menschen, die sie lieben

Es ist schon schwer genug, eine haustierfreundliche Wohnung zu finden, aber wenn der beste Freund ein Pitbull-Hund ist, ist es fast unmöglich, eine zu finden. Deshalb setzt sich die in Minneapolis ansässige gemeinnützige Organisation My Pit Bull is Family dafür ein, dass Familien Pitbulls und andere große Hunderassen behalten dürfen. Zu diesem Zweck wurde eine Liste von Mietobjekten erstellt, in denen vierbeinige Mieter willkommen sind, unabhängig von ihrer Größe oder Rasse.

My Pit Bull is Family wurde 2011 gegründet, um das Problem der Diskriminierung von Hunden bei der Wohnungsvergabe anzugehen – und zwar unabhängig vom Aussehen oder Gewicht des Hundes. Sie glauben, dass alle Hunde Individuen sind und nicht nach ihrem Aussehen beurteilt werden sollten. Sie wollen mit dem Mythos aufräumen, dass Pitbulls gefährliche Hunde sind, und zeigen, dass sie es verdienen, bei den Familien zu bleiben, die sie lieben.

Traurige Tatsache ist, dass selbst “haustierfreundliche” Vermietungen häufig bestimmte Rassen oder Größen vorschreiben, so dass Menschen mit Bully-Rassen nicht zur Miete wohnen können. Viele Hunderassen wie Deutsche Doggen, Chow-Chows und Deutsche Schäferhunde werden auf einer sich ständig ändernden Liste ausgeschlossen.

Warum restriktive Mietrichtlinien Hunden schaden

Nach Angaben der Humane Society of the United States ist einer der häufigsten Gründe, warum Tiere in Tierheimen abgegeben werden, ein Wohnungs-, Umzugs- oder Vermieterproblem, was bedeutet, dass diese Mietrichtlinien Familien auseinanderreißen können.

Shannon Glenn, Geschäftsführerin von My Pit Bull is Family, erklärt: Wir haben von Tierheimen im ganzen Land erfahren, dass der Hauptgrund für die Abgabe großer Hunde der Mangel an Wohnungen ist, die sie aufnehmen können. Leider beruhen diese restriktiven Mietrichtlinien in der Regel auf Fehlinformationen und Verallgemeinerungen über Hunde mit einem bestimmten Aussehen, was dazu führt, dass mehr Hunde in Tierheimen landen.

Um dieses Problem zu bekämpfen, hat My Pit Bull is Family, eine ausschließlich auf Freiwilligen basierende Organisation, die landesweit größte Datenbank für hundefreundliche Wohnungen geschaffen, die keine Diskriminierung zulässt. “Jeden Monat rufen unsere Freiwilligen 400 hundefreundliche Wohnungen an, die auf Rent.com aufgeführt sind – das sind Wohnungen, die damit werben, dass sie bereits Hunde akzeptieren”, sagt Glenn. “Unsere Freiwilligen rufen an oder recherchieren jede einzelne Wohnung online, und wir geben dann die Angebote, die alle Hunde akzeptieren, in unsere Datenbank ein.

Bislang hat die Organisation im Jahr 2018 über 2.500 Angebote kontaktiert. Die Website bietet auch Tipps für Mieter mit Hunden, z. B. wie man ein “außergewöhnlicher Mieter” ist, sowie Informationen für Vermieter, warum die Vermietung an Familien mit Hunden jeder Größe wirtschaftlich sinnvoll ist.

Haustierfreundlicher Wohnraum und Erschwinglichkeit

Leider sind diskriminierende Praktiken bei der Vermietung von Haustieren nicht auf eine bestimmte Region der USA beschränkt. Die Organisation wurde in diesem Jahr von fast 3.000 Familien kontaktiert, die im ganzen Land nach einer wirklich haustierfreundlichen Unterkunft suchen.

Hinzu kommt die Tatsache, dass, selbst wenn die Vermieter Hunde aller Rassen und Größen akzeptieren, diese Optionen für den Durchschnittsmieter nicht unbedingt in finanzieller Reichweite liegen. Glenn sagt: “Erschwingliche, haustierfreundliche Wohnungen, die alle Hunde akzeptieren, sind fast unmöglich zu finden, daher werden wir oft von Familien kontaktiert, die sich die Angebote in ihrer Gegend nicht leisten können.”

My Pit Bull is Family hat vor kurzem eine neue Initiative ins Leben gerufen, um die finanziellen Schwierigkeiten von Familien zu lindern. Der Together at Home Fund kann bei Ausgaben wie Trainingskosten, Kautionen für Haustiere, Rechtskosten und sogar gelegentlichen Reparaturen helfen.

Der im August 2018 eingerichtete Fonds ist ein weiterer Versuch von My Pit Bull is Family, die Situation von Pitbull-Liebhabern zu verbessern, die gezwungen sind, ihre Hingabe zu ihren Hunden mit finanziellen Herausforderungen zu vereinbaren.

Mieten mit einem Pitbull-Hund: Eine glückliche Geschichte

Obwohl die Mietsuche der Organisation in der Regel von Familien mit Hunden genutzt wird, die eine diskriminierungsfreie Wohnung suchen, hat der Dienst in einem Fall bei der Gründung einer ganz neuen Familie geholfen. Kathy Schuh wollte einen Pitbull-Hund adoptieren, aber da sie von den Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche mit einer Bully-Rasse gehört hatte, nahm sie an, dass sie mit der Rettung eines solchen Hundes warten müsste, bis sie ein Haus gekauft hätte.

Doch Kathy entdeckte My Pit Bull is Family auf Facebook und fand eine wirklich tierfreundliche Wohnung. So konnte sie ein paar Wochen später einen Pitbull namens Zeus in ihr neues Zuhause retten. Jetzt gibt der 5-jährige Zeus Pitbull sein Bestes. Er ist der ultimative Gastgeber und trägt dazu bei, dass sich seine katzen- und hundeartigen Pflegegeschwister auf der Suche nach einem neuen Zuhause willkommen fühlen.

Durch Öffentlichkeitsarbeit, Aufklärung und eine ständig wachsende rassenneutrale Datenbank unterstützt My Pit Bull is Family weiterhin ihre Mission, die Diskriminierung von Pit Bulls und den Menschen, die sie lieben, zu beseitigen.

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