Die Gefahren von proteinreichem Hundefutter

Die Gefahren von proteinreichem Hundefutter

Die Entscheidung, was Sie Ihrem Hund füttern sollen, kann eine überwältigende Entscheidung sein. In den Tierfutterläden gibt es reihenweise verschiedene Futtermarken, die alle mit cleveren Werbesprüchen werben, um Sie davon zu überzeugen, dass sie das Beste für Ihren Hund sind. Viele dieser Futtersorten rühmen sich damit, einen extrem hohen Proteingehalt zu enthalten, der angeblich das instinktive Bedürfnis Ihres Hundes nach Fleisch befriedigt und ihn gesünder und länger leben lässt.

Sind Hunde Fleischfresser?

Die Marketingtaktik einiger Tierfutterhersteller hat unter Tierhaltern den weit verbreiteten Irrglauben genährt, dass Hunde zwangsläufig Fleischfresser sind und eine Ernährung benötigen, die hauptsächlich aus Fleisch besteht. Das ist nicht wahr. Hunde sind wie Menschen Allesfresser und kommen am besten mit einer ausgewogenen Ernährung aus Proteinen, Kohlenhydraten und Fett zurecht. Ein übermäßiger Proteinkonsum ist für Hunde bestenfalls unnötig und kann für einige Hunde mit Erkrankungen sogar schädlich sein.

Proteine sind die Bausteine des Körpers und eine absolute Notwendigkeit für das tägliche Funktionieren. Wenn ein Hund jedoch zu viel Eiweiß mit einer Mahlzeit zu sich nimmt, kann nicht alles auf einmal verwertet werden, und es kann auch nicht für später gespeichert werden. Der Körper scheidet dann das überschüssige Eiweiß über die Nieren und den Urin aus dem Körper aus. Daher ist die Qualität des Proteins wichtiger als die tatsächliche Menge, da ein hochwertiges Protein besser bioverfügbar ist und vom Körper besser aufgenommen werden kann.

Ein weiteres Problem ist, dass das Fleisch in diesen Diäten, das als Proteinquelle dient, andere Nährstoffe enthält, die man nicht in übermäßigen Mengen zu sich nehmen sollte. Bei einer Ernährung, die hauptsächlich aus Fleisch besteht, ist es zum Beispiel sehr schwierig, das richtige Kalzium-Phosphor-Verhältnis aufrechtzuerhalten. Wenn dieses Verhältnis aus dem Gleichgewicht gerät, kann es zu Störungen des Knochenwachstums oder zu Nierenschäden kommen. Gut zusammengesetztes Hundefutter hat ein ausgewogenes Verhältnis von Proteinen, Fett und Kohlenhydraten, um dies zu verhindern.

Ist zu viel Eiweiß im Hundefutter schlecht für mein Tier?

Eiweiß ist ein kalorienreicher Nährstoff, und viele der proteinreichen Futtersorten enthalten extrem viele Kalorien und können schnell zu einer Gewichtszunahme führen. Da über 50 % der Hunde in den USA als übergewichtig oder fettleibig gelten, müssen Hundebesitzer darauf achten, wo sich diese zusätzlichen Kalorien verstecken. Wenn ein Hund Nieren- oder Leberprobleme hat, kann der Verzehr von zu viel Eiweiß die Belastung dieser Organe erhöhen und das Gleichgewicht der Nährstoffe stören, was zu einer Verschlimmerung der Krankheit führen kann.

Anstatt nach einem Hundefutter mit übermäßigem Proteingehalt zu suchen, sollten Sie ein Futter finden, das speziell auf den Lebensstil, die Lebensphase und die Größe Ihres Hundes abgestimmt ist. Ein Schlittenhund, der als Arbeitshund eingesetzt wird, hat beispielsweise einen ganz anderen Nährstoff- und Kalorienbedarf als ein durchschnittlicher Haushund, der ein paar Mal am Tag spazieren geht und die restliche Zeit mit Faulenzen verbringt. Diese beiden Hunde sollten nicht mit der gleichen Nahrung gefüttert werden.

Welpen haben einen höheren Proteinbedarf als erwachsene Hunde, da ihr Körper noch im Wachstum begriffen ist. Auch bei den verschiedenen Welpenrassen gibt es unterschiedliche Anforderungen an die Nährstoffe. So benötigen Welpen großer Rassen wie Labrador Retriever für ein optimales Wachstum eine ganz andere Ernährung als ein Yorkie. Werden Welpen großer Rassen mit einem zu hohen Proteingehalt gefüttert, können sie zu schnell an Gewicht zunehmen, was zu einer abnormalen Entwicklung der Gelenke führt und sie in der Zukunft anfälliger für Probleme wie Arthritis macht.

Am sichersten sind Futtermittel, die von Tierfutterherstellern entwickelt wurden, die in wissenschaftliche Forschung investieren, sich mit tierärztlichen Ernährungswissenschaftlern beraten und Fütterungsversuche zur Entwicklung ihrer Futtermittel durchführen. So erhalten Sie ein ausgewogenes Futter ohne überflüssige und in manchen Fällen sogar schädliche Nährstoffe für Ihren Hund.

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