Deutscher Pinscher

Der Deutsche Pinscher ist ein mittelgroßer, kurzhaariger Hund. Er ist ein ausgezeichneter Wachhund und Begleiter, der Eleganz und Kraft mit Ausdauer und Beweglichkeit verbindet.

Physische Merkmale

Der Deutsche Pinscher hat sich als Wachhund und treuer Begleiter von idealer Größe einen Namen gemacht und ist ein beliebtes Haustier. Dieser mittelgroße Hund hat einen muskulösen, quadratischen Körperbau und ist im Allgemeinen beige oder schwarz-blau gefärbt. Seine Leichtigkeit macht ihn sehr wendig, obwohl er seine Kraft aus seinem festen Körperbau bezieht. Seine sensiblen Sinne erlauben es ihm, den ganzen Tag über zu jagen. Wenn er ein Nagetier gefunden hat, kann er es leicht fangen und töten. Wenn ihm ein Fremder verdächtig vorkommt, bellt er so lange, bis sich die Person zurückzieht.

Persönlichkeit und Temperament

Der Deutsche Pinscher ist anhänglich, verspielt und kann gut mit Kindern umgehen. Er ist jedoch misstrauisch gegenüber Fremden und eignet sich möglicherweise nicht für Häuser mit kleinen Haustieren, insbesondere Nagetieren.

Der hartnäckige, mutige und lebhafte Deutsche Pinscher bewacht das Eigentum seines Herrchens oder Frauchens, unabhängig davon, ob er dazu ausgebildet wurde. Seine Neigung zum Bellen ist nicht als Schreckgespenst gedacht, sondern als Warnung an die Mitbewohner vor Eindringlingen, die sich nähern. Und obwohl er schnell lernt, wird er nur aus eigenem Antrieb gehorchen.

Die Pflegeanforderungen für den Deutschen Pinscher sind recht einfach: gelegentliches Bürsten und Waschen. Deutsche Pinscher lieben es, in Familienaktivitäten einbezogen zu werden und hassen es, im Zwinger oder allein gelassen zu werden. Sie sind ihrer Familie sehr zugetan, ihre Hingabe geht so weit, dass sie die Hausarbeit überwachen, abends für Unterhaltung sorgen, die Gartenarbeit leiten und das Bett ihres Herrchens teilen.

Da der Hund voller Energie ist, sollte man ihn geistig und körperlich gut auslasten, da er sich sonst langweilen und frustriert werden kann.

Gesundheit

Der Deutsche Pinscher, der eine durchschnittliche Lebenserwartung von 12 bis 15 Jahren hat, leidet weder unter größeren noch unter kleineren gesundheitlichen Problemen. Allerdings werden für diese Hunderasse Hüft- und Augentests empfohlen.

Geschichte und Hintergrund

Der Deutsche Pinscher, eine der angesehenen Pinscher-Rassen, entstand aus zwei älteren Rassen: dem Deutschen Bibarhund (aus den 1200er Jahren) und dem Tanner (aus den 1300er Jahren). Diese Rassen wurden in den 1600er Jahren mit Black and Tan Terriern gekreuzt, um den Rattenfanger hervorzubringen, einen guten Wachhund und vielseitigen Arbeitshund. Aus diesem Hund wurde dann der Pinscher, der viele Jahrhunderte lang eine fleißige Rasse blieb und für seine Fähigkeit, Nagetiere zu fangen, hoch geschätzt wurde.

In den späten 1800er Jahren kamen Hundeausstellungen auf und die Popularität des Pinschers wuchs. Im Jahr 1884 wurde der Rassestandard für den Pinscher zum ersten Mal festgelegt. Die Rasse erfreute sich anfangs bei Hundeliebhabern großer Beliebtheit, was dazu führte, dass ihre Zahl schnell abnahm. Auch die Weltkriege behinderten die Bemühungen, Pinscher zu registrieren, zu zählen und auszustellen.

Am Ende des Zweiten Weltkriegs war die Rasse fast ausgestorben, da zwischen 1949 und 1958 in Westdeutschland kein einziger Pinscher-Wurf registriert wurde.

Um zu überleben, war der Pinscher auf den Zwergpinscher, seinen Nachfahren, angewiesen. 1958 wählte der Pinscher-Schnauzer-Klub der Bundesrepublik Deutschland vier übergroße Zwergpinscher aus und ließ sie registrieren. Drei verschiedene “MinPin”-Rüden wurden mit einer Pinscher-Hündin gekreuzt, die heimlich aus einem Ort in Ostdeutschland geschmuggelt wurde, wo Pinscher noch zu finden waren. Nahezu alle heutigen Deutschen Pinscher stammen von diesen Hunden ab.

In den späten 1970er Jahren wurde der Deutsche Pinscher in den Vereinigten Staaten eingeführt. Der American Kennel Club stufte die Rasse 2001 erstmals in die Klasse Miscellaneous ein; zwei Jahre später wurde der Deutsche Pinscher in die Working Group aufgenommen.

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